Solarzellenauto Prototypen des Sono Sion werden versteigert

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Sie wollen ein Elektro-Prototypenfahrzeug für ein paar Hundert Euro ersteigern? Die Pleite von Sono Motors macht es möglich. Aus der Insolvenzmasse werden nun 15 Fahrzeuge und einiges an Ersatzteilen versteigert. Die Autos haben aber mindestens einen Haken.

Lust auf einen Prototypen: Einige Vorab-Exemplare des geplanten Elektro-Mini-Vans Sion sind jetzt für ein paar Hundert Euro zu haben.(Bild:  Rosenow – VCG)
Lust auf einen Prototypen: Einige Vorab-Exemplare des geplanten Elektro-Mini-Vans Sion sind jetzt für ein paar Hundert Euro zu haben.
(Bild: Rosenow – VCG)

Das Projekt Sono Motors ist letztlich krachend gescheitert und in der Insolvenz geendet. Nun werden die letzten Überreste des einstigen Start-ups beseitigt, das ein komplett neues Elektroauto entwickelte, welches seinen Strombedarf zu einem guten Teil aus integrierten Solarzellen gewinnen sollte. Einige Prototypen und Bauteile dieses E-Modells, des Sono Sion, werden versteigert. Gleichzeitig tritt der verbleibende Unternehmenskern, der auf Solartechnik setzt, jetzt als Sono Solar auf.

Wie die weiterhin bestehende Sono Motors GmbH am Freitag, 8. August, mitteilte, hat der Insolvenzverwalter mit der Versteigerung des verbliebenen Inventars begonnen – es ist in erster Linie ein Angebot für Sammler und Liebhaber. Auf der Webseite zur Auktion sind Prototypen, Komponenten und Werkzeuge gelistet. Insgesamt sind 267 Positionen verfügbar.  Es sind, wie es in der Meldung von Sono etwas pathetisch heißt, „physische Zeugen einer Pionierphase, die uns und eine ganze Community geprägt hat“.

Die Prototypen-Fahrzeuge scheinen tatsächlich gefragt zu sein – zumindest gibt es für sie die ersten Gebote. Der aktuell Meistbietende für den an Position 1 gelisteten Prototyp ist derzeit immerhin bereit, 750 Euro für das Fahrzeug zu zahlen, einen fünfsitzigen Van mit großem Kofferraum. Die Nachteile für den Käufer, wenn er denn den Zuschlag bekommt, sind in der Beschreibung offengelegt: „Prototyp, keine Straßenzulassung, keine Papiere“. Bislang gab es für das Auto vier Gebote.

Bei den anderen angebotenen Prototypen ist das Interesse bislang ebenfalls überschaubar. Das ist nicht verwunderlich, denn einigen Prototypen fehlen Bauteile, beispielsweise die Frontverblendung. Zu haben sind auch Karosserieteile, Sitzbänke, Querlenker, Stoßstangen oder auch der Elektromotor für den Sion. Die Auktion läuft bis zum 9. September, 10 Uhr.

Re-Branding des Unternehmens

Die Sono Motors GmbH hatte sich nach der Insolvenz mit einer neuen Führung auf die unterstützende Solartechnologie für die Elektromobilität konzentriert. Während das Unternehmen unter dieser Firmierung weiter existiert, will es in der Kommunikation nun unter der Marke Sono Solar agieren – um die, wie es in einer Mitteilung vom 5. August heißt, „abgeschlossene Strategieänderung des Unternehmens widerzuspiegeln.

Man wolle mit dem Markenwechsel die Botschaft an den Markt senden, dass sich Sono Solar nun als Zulieferer begreift, der Solartechnologie an Fahrzeughersteller und Flottenbetreiber liefert, um die Integration von Solar in die Mobilität voranzutreiben. „Mit dem Rebranding wollen wir unsere Entwicklung visualisieren und ,Solar‘ in den Vordergrund stellen anstatt ,Motors‘ – da wir schon seit geraumer Zeit kein Pkw-Hersteller mehr sind“, so Georg Zurmühl, Head of Commercial bei Sono Solar.

Sono Solar entwickelt und vertreibt heute modulare Systeme der Stromerzeugung an Fahrzeugen. Das Angebot umfasst:

  • Solarmodule speziell für Fahrzeuganwendungen
  • eigens entwickelte Solar-Laderegler (Hardware & Firmware)
  • digitale Datenservices zur Solarüberwachung
  • individuelle Integrationskonzepte
  • Lösungen für Serienintegration (OEM) und Nachrüstung (Retrofit)

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