Umsatzeinbrüche Streetscooter-Rückkäufer ist pleite

Von Yvonne Simon 1 min Lesedauer

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Die Zukunft des elektrischen Lieferwagens hängt einmal mehr in der Schwebe. Der aktuelle Besitzer, die Evolution GmbH des RWTH-Professors Günther Schuh, muss Insolvenz anmelden. Bereits zuvor hatte es Berichte über eine Verlagerung der Produktion nach Thailand gegeben.

Die Zukunft des einst als Streetscooter bekannten Elektro-Transporters ist ungewiss.(Bild:  Evolution GmbH)
Die Zukunft des einst als Streetscooter bekannten Elektro-Transporters ist ungewiss.
(Bild: Evolution GmbH)

Das Streetscooter-Projekt kommt nicht zurück auf die Füße. Die Evolution GmbH von Günther Schuh hat nach eigenen Angaben Antrag auf die Eröffnung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens gestellt, wie das Unternehmen am Freitag bekanntgab.

Schuh hatte die Rechte an der Streetscooter-Produktion Anfang des Jahres 2024 zurückgekauft, nachdem der vorherige Besitzer B-On ebenfalls in finanzielle Schieflage geraten war. Der Professor hatte das Streetscooter-Projekt 2010 mit seinem Kollegen Achim Kampker an der RWTH Aachen gegründet, ehe es die Deutsche Post 2014 übernahm.

Als Grund für die jetzige Insolvenz nennt die Pressemitteilung hohe Investitionsanforderungen, einen starken Wettbewerb und wegfallende Auftragsoptionen. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Dr. Mark Boddenberg, Rechtsanwalt und Partner bei Eckert Rechtsanwälte, bestellt. Die Sicherung der Löhne und Gehälter für die Mitarbeiter sei „über das Insolvenzgeld beabsichtigt“.

Weiterführung des Unternehmens geplant

Ziel sei eine Neuausrichtung und Restrukturierung. Boddenberg sagt: „Wir werden alles daransetzen, die Zahlungsfähigkeit der Evolution GmbH wiederherzustellen.“ Man wolle einen Insolvenzplan erstellen, „den wir mit der gebotenen Zügigkeit in den nächsten Schritten entwickeln werden“.

Geschäftsführer und Streetscooter-Gründer Schuh nennt das Insolvenzverfahren unumgänglich. „Wir sind betrübt, dass die Pläne für unsere zukunftsgerichtete und nachhaltige Mobilitätslösung durch die vorherrschenden äußeren Gegebenheiten so stark gehemmt werden.“ Er wolle sich auch während des Insolvenzprozesses „im möglichen Umfang dafür einsetzen, die Produktion unserer elektrischen Zustellfahrzeuge gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unter Anleitung des vorläufigen Insolvenzverwalters fortführungsfähig zu machen.“

Bereits in den letzten Tagen gab es negative Vorzeichen. Unter anderem der WDR und die Aachener Zeitung berichteten darüber, dass die Evolution GmbH den Standort Düren aufgeben müsse und die Produktion nach Thailand verlagert werden soll.

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