Service und Ersatzteile für Fisker „Typische Aftersales-Teile, auch Karosserieteile, gibt es nicht“

Von Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 4 min Lesedauer

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Der E-Auto-Hersteller Fisker ist insolvent und wird liquidiert. Betroffen sind auch alle Vertriebsgesellschaften, ausgenommen die österreichische Fisker GmbH in Graz. Sie könnte der Ausgangspunkt eines künftigen Servicenetzes sein, um zumindest eine Grundversorgung sicherzustellen.

Vom Fisker Ocean wurden in Deutschland in den Jahren 2023 und 2024 gut 600 Exemplare verkauft. Europaweit könnten es rund 2.500 gewesen sein.(Bild:  Fisker Inc.)
Vom Fisker Ocean wurden in Deutschland in den Jahren 2023 und 2024 gut 600 Exemplare verkauft. Europaweit könnten es rund 2.500 gewesen sein.
(Bild: Fisker Inc.)

Die E-Mobilität hat Autofahrern und Kfz-Betrieben eine ganze Reihe neuer Marken beschert. Nicht alle blieben und bleiben erhalten, beispielsweise Fisker. Unter diesem Namen sind zwei Unternehmen bekannt: Fisker Automotive Inc. und Fisker Inc., beide gegründet vom dänischen Autodesigner Henrik Fisker. Ersteres produzierte ab Mitte 2011 die Limousine Fisker Karma, meldete Ende 2013 Insolvenz an und wurde Anfang 2014 an den chinesischen Konzern Wanxiang verkauft. Das laufende Insolvenzverfahren betrifft Fisker Inc. mit Sitz in Los Angeles (Kalifornien, USA) und wirkt sich im Service- und Gebrauchtwagenmarkt allein auf das Elektro-SUV Ocean aus. Weitere Baureihen kamen über den Status der Ankündigung nicht hinaus.

Produziert wurde der Fisker Ocean vom Auftragsfertiger Magna Steyr in Graz (Österreich). In den Fahrzeugpapieren wird freilich Fisker Inc. als offizieller Hersteller genannt. Auftraggeber der Produktion war jedoch nicht die US-amerikanische Muttergesellschaft, sondern die ebenfalls in Graz ansässige österreichische Fisker GmbH, die auch alle Zulieferteile erwarb und der Produktion beisteuerte. Die österreichische Fisker GmbH war zudem erster Eigentümer und Vertreiber der Fahrzeuge an die Vertriebsgesellschaften in Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Norwegen, Österreich, Schweden sowie in den Niederlanden, der Schweiz, den USA und im Vereinigten Königreich. Als deutscher Importeur fungierte die Fisker GmbH in München.