ZKF-Mitgliederversammlung 2025 Viel bewegt und mit kritischem Blick

Von Christian Otto 2 min Lesedauer

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Die diesjährige Mitgliederversammlung des Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) war die erste für Präsident Arndt Hürter. Er attestierte dem Verband eine positive Entwicklung, mahnte aber auch, dass der Umgang mit den Versicherern nicht einfacher werde.

ZKF-Präsident Arndt Hürter begrüßte die ZKF-Mitglieder in Friedberg.(Bild:  Otto)
ZKF-Präsident Arndt Hürter begrüßte die ZKF-Mitglieder in Friedberg.
(Bild: Otto)

ZKF-Präsident Arndt Hürter begrüßte heute ein volles Plenum in Friedberg. „Das ist mein allererstes Mal. Umso mehr freue ich mich, dass so viele Mitglieder vor Ort sind“, so Hürter.

In seinem Rückblick betonte er vor allem, dass man mit der Einbindung der Vorstandsjunioren eine sehr positive Entwicklung verbinde: „Das ist junges Blut für uns, das einen noch breiter gefächerten Blick auf den Markt bietet.“

Auch die Präsenz bei der Automechanika 2024 bewertete der ZKF-Präsident sehr positiv. Vor allem der dortige Schadentalk habe Entwicklungen angestoßen. Anfang dieser Woche war Hürter noch beim Versicherungsforum in Köln. Dort präsentierte man die Sicht der Werkstätten. Man habe klargestellt, dass die Betriebe ein wesentlicher Bestandteil in der Kette seien, den die Versicherer nicht vergessen dürften. Denn die Arbeit im Schadensfall übernimmt für den Kunden die jeweilige Fachwerkstatt.

Die Mitglieder bestätigten Vorstand und Geschäftsführung sowie den Haushaltsplan einstimmig.(Bild:  Otto)
Die Mitglieder bestätigten Vorstand und Geschäftsführung sowie den Haushaltsplan einstimmig.
(Bild: Otto)

Versicherer suchen Konfrontation

Hürter berichtete aber auch von „erschreckenden Aussagen“ einiger hochrangiger Vertreter von Versicherern. So habe ein Manager geäußert, dass man die Konfrontation mit den Sachverständigen und den Werkstätten nicht scheue und suche. Der ZKF-Präsident erklärte deshalb sehr kritisch: „Wie soll man da einen Konsens finden?“, und ergänzte, dass gerade dieser Versicherer, die derzeit auch Vorreiter beim Thema Regress sei.

Hürter gab deshalb nochmals die Empfehlung, Sachverständigen-Gutachten als Basis zu nutzen und Reparaturen genau danach und vollumfänglich umzusetzen. „Man soll jeden Schritt so vornehmen, wie vorgegeben.“ Dass mögliche Abweichungen von den Versicherern sehr genau untersucht werden, zeigte er an einem aktuellen Beispiel, bei dem ein Betrieb sich einer umfangreichen Prüfung ausgesetzt sieht.

Sein Bedauern drückte er darüber aus, dass das im November beim Landesverbandstag in München mit der Allianz vereinbarte Projekt „Vertrauen zurückgewinnen“, nicht zu einem weiteren Austausch geführt habe.

Margenthema bei Gebrauchtteilen bleibt

Das Thema gebrauchte Ersatzteile werde weiterhin diskutiert. „Wir sind in einem regen Dialog und viele unserer acht Punkte sind geklärt.“ Große Baustelle gebe es allerdings noch: Das betreffe die Marge und wie sie errechnet wird. Für den ZKF gelte die Orientierung am Neuwert. Zudem müssten alle Zusatzarbeiten bezahlt werden. Beim Pilotprojekt der Allianz laufe das noch problemlos. Sobald die Pilotphase aber vorbei sei, sei man skeptisch, ob dies auch noch gelte.

Hürters Eindruck sei aber, dass derzeit kein anderer der Versicherer das Thema als wesentlichen Baustein der Strategie sehe.

Auch vor diesem Hintergrund warb er nochmals für den ZKF-Branchentreff 2025 in Weimar. Dort wird auch dieses Thema nochmals aufgegriffen.

Im weiteren Verlauf der Mitgliederversammlung wurde der Vorstand und die Geschäftsführung im Rahmen des Kassenprüfungsberichts 2024 von den Anwesenden einstimmig entlastet und der Haushaltsplan 2026 ebenso einstimmig angenommen und somit beschlossen.

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