Würzburger Karosserie- und Schadenstage Werkstätten müssen auf E-Fahrzeuge vorbereitet sein

Von Konrad Wenz 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Unter dem Motto „E-Mobilität – kurzfristiger Hype oder langfristiger Trend“ finden die Würzburger Karosserie- und Schadenstage am 22. und 23. März statt. Die E-Fahrzeug-Zulassungen sind zwar ins Stocken geraten, aber für K&L-Betriebe besteht dennoch Handlungsbedarf.

Im vergangenen Jahr besuchten über 1.000 Teilnehmer die Würzburger Karosserie- und Schadenstage.(Bild:  Stefan Bausewein)
Im vergangenen Jahr besuchten über 1.000 Teilnehmer die Würzburger Karosserie- und Schadenstage.
(Bild: Stefan Bausewein)

Der Markthochlauf der Elektromobilität in Deutschland gerät ins Stocken. Zwischen Januar und Dezember 2023 registrierte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) etwa 524.000 Neuzulassungen vollelektrischer Pkw, was einem Zuwachs von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (2022: 471.000) entspricht. Gleichzeitig stiegen die Gesamtzulassungen aller Antriebe um sieben Prozent auf 2,84 Millionen Fahrzeuge, sodass der BEV-Marktanteil mit 18,4 Prozent nur unwesentlich höher liegt als im Vorjahr (2022: 17,7 %).

Die zukünftige Entwicklung des deutschen Elektrofahrzeugmarktes ist mit großen Unsicherheiten behaftet. Angesichts konjunktureller Risiken, der vorzeitigen Beendigung der Kaufprämie für Elektroautos und weiterhin mangelnder preisgünstiger Modelle rechnet das Center of Automotive Management (CAM) für das laufende Jahr 2024 mit rückläufigen BEV-Neuzulassungen in einer Spanne zwischen 430.000 und 480.000 Pkw. Prof. Dr. Stefan Bratzel, Direktor Center of Automotive Management (CAM), ergänzt: „Die Elektromobilität in Deutschland befindet sich nach dem Wegfall der Kaufprämie in einer schwierigen Übergangsphase mit rückläufigen Elektroneuzulassungen im Jahr 2024.“ Bratzel wird in einem Keynote-Vortrag auf den Würzburger Karosserie- und Schadenstagen (WKST) am 22. und 23. März 2024 im Vogel Convention Center die künftige Entwicklung der E-Mobilität in Deutschland erläutern.

Alle Neuigkeiten rund um Karosserieinstandsetzung und Schadenmanagement

WKST Logo

Die Würzburger Karosserie- und Schadenstage vom 22. bis 23. März 2024 sind der Treffpunkt für die K&L-Branche. Festgemacht am Leitthema "E-Mobilität – kurzfristiger Hype oder langfristiger Trend" erwarten Sie auch diesmal wieder zahlreiche Praxisvorträge, Live-Vorführungen und neue Impulse für Ihren Betrieb.

Dringender Handlungsbedarf

Durch den langsamen E-Hochlauf in Deutschland ist das Ziel der Bundesregierung, bis 2030 etwa 15 Millionen HV-Fahrzeuge auf den Straßen zu haben, nicht zu schaffen. Das Center of Automotive Management rechnet mit sieben bis acht Millionen BEVs im Fahrzeugbestand. Trotz der eher schleppenden Entwicklung der E-Fahrzeug-Bestandszahlen können sich K&L-Werkstätten nicht entspannt zurücklehnen. Geht man davon aus, dass Unfälle mit E-Fahrzeugen genauso häufig passieren wie mit dem Verbrenner, wird es beim erwarteten Bestand im Jahr 2030 etwa 400.000 verunfallte E-Fahrzeuge geben (2023 etwa 50.000). Selbst wenn man die Zahlen des Gesamtverbands der Versicherer (GDV) zur Entwicklung der Unfälle mit E-Fahrzeugen (rund 10 Prozent weniger Schadenfälle bei Haftpflicht) zugrunde legt, bleibt eine große Welle an Unfallfahrzeugen.

Vom Crash bis zur Reparatur

Grund genug für die Redaktionen von »kfz-betrieb« und »Fahrzeug+Karosserie«, den Fokus der WKST auf das Thema E-Mobilität zu legen. Vom Crash über den Abschleppvorgang, die eventuell notwendige Quarantäne, die Batterieüberwachung, die notwendige Werkstattausrüstung bis hin zur Live-Reparatur eines E-Fahrzeugs wird die Würzburger Branchenveranstaltung den richtigen Umgang mit E-Fahrzeugen in der Werkstatt aufzeigen. Darüber hinaus bieten die WKST eine große Branchenausstellung (über 70 Aussteller). Unterstützt wird der Branchentreff von den Kooperationspartnern Kanzlei Voigt Rechtsanwälte und dem Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) sowie den Sponsoren Carbon,Carento, Dekra und Nexa Autocolor sowie den Business-Partnern BASF, Fix Auto, gt Motive, Heni und Riparo.

WKST: E-Mobilität – kurzfristiger Hype oder langfristiger Trend?

Programmauszug:

  • Keynote : Schleppende Entwicklung oder E-Hype – bestimmen Elektrofahrzeuge künftig unser Straßenbild und wenn ja, wann?
  • BGH: Rechtliche Abgrenzung Totalschaden/Reparaturschaden – fiktive oder konkrete Abrechnung
  • Live: Reparatur eines verunfallten E-Fahrzeugs
  • Recht: Besondere Kosten im Schadenfall – Beispiel Entsorgung, Quarantänesack usw.
  • Werkstatt: Herstellervorgabe im Umgang mit HV-Fahrzeugen – rechtlich bindend oder eher ein Vorschlag? Wo steht die freie Werkstatt?
  • Podiumsdiskussion: Keine Angst vor Elektromobilität – Profis geben Einblick in die tägliche Werkstattarbeit: von der Annahme bis zur Auslieferung
  • Schadenmanagement: Aktuelle Rechtsprechung – es geht um Ihr Geld!

Weitere Infos und Anmeldung unter www.karosserie-schadenstage.de

 we

(ID:49883076)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung