Beleuchtung
Wie die Lage ist? Blendend!
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Sie ist weder Einbildung noch Ausnahmeerscheinung: Die Tatsache, dass immer mehr Fahrzeugleuchten blenden, trotz oder gerade wegen ihrer Technik. Grund genug für den ADAC, ein „Blendsymposium“ zu veranstalten – mit interessanten Ergebnissen.
Die Sonne lacht, nimm Blende acht“, sagten sich einst Hobbyfotografen im vor-digitalen Zeitalter. Mit anderen Worten: Wenn (zu) viel Licht durch die Linsen eintrat, blendete man ab. Eine Eigenschaft, die nicht nur Fotoapparate bzw. deren Objektiv zu leisten vermögen, sondern auch das menschliche Auge: Wird’s der Pupille zu hell, verkleinert sie sich und die Sehpigmente in den sogenannten Stäbchen und Zapfen spalten sich. Doch leider hat diese Fähigkeit unseres Sehorgans auch Grenzen. Wenn die Lux, also die Lichtdichte (= Menge Licht auf einer bestimmten Fläche), zu viel werden, dann fällt bei unserem Sehnerv schnell der Vorhang – er kann nicht mehr adaptieren und kapituliert. Der Fachmann spricht hier von einer absoluten Blendung: Das visuelle Erkennen im übrigen Gesichtsfeld ist aufgrund der fehlenden Adaptation eingeschränkt.
Genau das passiert dem Sehorgan eines wachsenden Teils unserer Bevölkerung in seiner Funktion als Verkehrsteilnehmer immer öfter. Heißt: Immer häufiger fühlen sich immer mehr Menschen von den Scheinwerfern entgegenkommender Fahrzeuge bei Dunkelheit geblendet. Und zwar derart viele und häufig, dass sich Europas größter Automobilclub genötigt sah, dem Thema Blendung ein eigenes, internationales (!) Symposium zu widmen. Hintergrund dafür war auch eine vorausgegangene, europaweite Umfrage unter Autofahrern/Verkehrsteilnehmern. Demnach fühlen sich über 70 Prozent der Deutschen (Autofahrer) manchmal oder regelmäßig geblendet. Interessant: 32 Prozent der Befragten bis 35 Jahre fühlen sich fast immer oder regelmäßig geblendet, bei den über 50-Jährigen sind es aber nur knapp 23 Prozent. Die Umfrage widerlegt also, dass Blendung hauptsächlich ein Problem älterer Autofahrer ist – das Gegenteil ist der Fall.
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