BMW-Rückruf Wieder erhöhte Brandgefahr wegen Problemen am Starter

Von Niko Ganzer 2 min Lesedauer

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Erneut führt erhöhte Brandgefahr zahlreiche Baureihen in die Vertragswerkstatt – weltweit wohl bis zu 575.000 Autos. Schon im vergangenen Herbst hatten die Münchner rund 1,15 Millionen Fahrzeuge wegen Problemen mit dem Bauteil einbestellt.

Zehntausende BMWs müssen erneut wegen erhöhter Brandgefahr zu den Servicepartnern. (Bild:  BMW)
Zehntausende BMWs müssen erneut wegen erhöhter Brandgefahr zu den Servicepartnern.
(Bild: BMW)

BMW hat einen neuen Rückruf wegen Problemen mit der Starteranlage eingeleitet. „Potenziell betroffen sind Fahrzeuge, die ein Starter-Relais aus dem Produktionszeitraum Juli 2020 bis Juli 2022 nachträglich verbaut haben“, erklärte ein Konzernsprecher auf Anfrage. Der Produktionszeitraum der Fahrzeuge sei nicht trennscharf abgrenzbar, da der Transportweg zwischen dem Produktionswerk der Starter und den Produktionswerken der Fahrzeuge unterschiedlich lang sei. Die Zuordnung der Fahrzeuge finde daher VIN-spezifisch statt.

Betroffen sind die Modellreihen 2er-Coupé (Modellcode: G42), 3er-Limousine (G20), 3er-Touring (G21), 3er-China-Langversion (G28), 4er-Coupé (G22), 4er-Cabrio (G23), 4er-Gran-Coupé (G26), 5er-Limousine (G30), 5er-Touring (G31), 6er-Gran-Tourismo (G32), 7er-Limousine (G11, G12), X3 (G01), X4 (G02), X5 (G05), X6 (G06) und Z4 (G29, somit auch der baugleiche Toyota Supra). In diesen Fahrzeugen „kann es nach einer hohen Anzahl von Startvorgängen zu einem erhöhten Verschleiß im Magnetschalter kommen“, so der Sprecher.

Neben einer verschlechterten Startfähigkeit des Motors ist ein Kurzschluss im Magnetschalter durch Metallabrieb und damit eine lokale Überhitzung am Starter nicht auszuschließen. „Im ungünstigsten Fall führt dies zu einem Fahrzeugbrand während des Betriebs“, so der Sprecher. Der Hersteller empfiehlt den Haltern deswegen „nach Motorstart – insbesondere nach remote Motorstart – das Fahrzeug nicht mit laufendem Motor unbeaufsichtigt lassen“.

Erster Starter-Rückruf startete im vergangenen September

Auf dem Heimatmarkt gilt diese Empfehlung laut dem Sprecher für 28.582 Autos. Weltweit sind es nach unseren Informationen rund 575.000 Einheiten. „Bei allen potenziell betroffenen Fahrzeugen muss der Starter getauscht werden“, kündigte der Sprecher an. Bei manchen Fahrzeugen werde zusätzlich die Fahrzeug-Batterie ersetzt, die an den neuen Starter angepasst ist. Die Reparatur könne bis zu zwei Stunden in Anspruch nehmen.

Die Aktionsnummern für den Rückruf lauten „0012650600“, „0012660600“, „0012670600“ und „0012680600“. Damit ist die Maßnahme nicht zu verwechseln mit der aus dem vergangenen Herbst, die unter den Kennungen „0012550600“, „0012560600“, „0012570600“ und „0012620600“ lief und laut Kraftfahrt-Bundesamt weltweit rund 1,15 Millionen BMWs betraf.

Markenmonitor 2025

»kfz-betrieb«-Dossier

Vertriebsnetze – Gute Stimmung, schlechte Stimmung

Der Markenmonitor 2025 beleuchtet, wie zufrieden der Handel mit 28 Marken ist.
(Bildquelle: VCG)

Seat und Cupra sind top, Citroën ist das Schlusslicht im diesjährigen Markenmonitor des Instituts für Automobilwirtschaft (IfA). Nur warum ist das so? Gibt es Entwicklungspotenzial und wie schätzt die Branche die Fabrikate ein? Um Antworten zu geben, hat »kfz-betrieb« die Markenmonitor-Daten durchgesehen, komprimiert und durch Grafiken anschaulich aufbereitet. Dadurch ist ein Kompendium entstanden, das die Gemütslage des Handels in 28 Vertriebsnetzen durchleuchtet und auf den Punkt bringt. Die Ergebnisse finden Abonnenten im Online-Dossier Markenmonitor 2025.

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