Stellantis-Rückrufe Zweimal Transporter, einmal Pkw

Von Niko Ganzer 2 min Lesedauer

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Eine größere Aktion für die Kastenwagen-Baureihe wegen Rostproblemen am Querlenker und eine kleinere Maßnahme für die größeren Geschwister wegen ungewollter Deaktivierung der automatischen Notbremse gilt es zu vermelden. Hinzu kommt ein undichter Kraftstofftank beim Peugeot 208.

Der Peugeot Expert und seine vielen Schwestermodelle müssen auf Korrosion am Fahrwerk untersucht und gegebenenfalls repariert werden.(Bild:  Stellantis)
Der Peugeot Expert und seine vielen Schwestermodelle müssen auf Korrosion am Fahrwerk untersucht und gegebenenfalls repariert werden.
(Bild: Stellantis)

Stellantis hat erneut zwei markenübergreifende Transporterrückrufe gestartet. Der größere sieht die Reparatur von 8.057 Citroën Jumpy/Spacetourer und 6.561 Peugeot Expert/Traveller vor, wie eine Konzernsprecherin auf Anfrage bestätigte. Durch Korrosion an der Buchse des vorderen Querlenkers könne es zum Bruch der Befestigungsschraube kommen, was „im schlimmsten Fall“ zu unvorhersehbarem Fahrverhalten führe. „Um dieses Problem zu beheben, werden wir die Schrauben und Buchsen auf beiden Seiten des vorderen Querlenkers austauschen“, kündigte sie an. Hierfür sei etwa eine Stunde Arbeitszeit eingeplant.

Die Aktionscodes lauten „ND5“ (Citroën) und „MSN“ (Peugeot). Eine bislang noch nicht bekannte Anzahl baugleicher Toyota Proace (Verso) wird unter dem Kürzel „CI25-016“ einbestellt. Zu anderen Geschwistermodellen von Opel und Fiat liegen noch gar keine Infos vor. Aufgrund des großen Produktionszeitraums potenziell betroffenen Fahrzeuge (März 2016 bis Juli 2022, je nach Modell) dürfte sich der Rückruf weltweit im mittleren sechsstelligen Bereich bewegen.

Deutlich kleiner fällt eine Maßnahme für die größeren Transporter-Geschwister aus. Die internen Kennungen „NW7“ für den Citroën Jumper, „MWZ“ für den Peugeot Boxer und „KRZ“ für den Opel Movano sind weltweit für um die 18.500 Einheiten aus unterschiedlichen Bauzeiträumen zwischen 16. April 2024 und 18. März 2025 vorgesehen. Auf Deutschland entfallen etwa 2.600. „Bei den betroffenen Fahrzeugen kann die Automatische Notbremse (AEB) in einem bestimmten Anwendungsfall deaktiviert bleiben“, begründete die Sprecherin den Rückruf. Wenn der Pilot die AEB nach vorheriger Deaktivierung während desselben Fahrzyklus reaktivieren möchte, bleibt sie deaktiviert, obwohl das Symbol auf dem Kombiinstrument, das auf Deaktivierung hinweist, wieder ausgeht.

Eine Aktualisierung der Software der Frontkamera (HALF) soll Abhilfe schaffen. Die Dauer des Updates bezifferte die Sprecherin auf etwa 25 Minuten. Das gilt nach unseren Informationen auch für weltweit knapp 20.000 Fiat Ducato und 8.300 Fiat 500E der Modelljahre 2024 und 2025. Die Aktionscodes „F50I“ und „F50H“ sind aber (noch) nicht für den deutschen Markt bestätigt.

Undichter Kraftstofftank beim Peugeot 208

Dafür gab die Markensprecherin noch Infos zu einem weiteren Pkw-Rückruf heraus. „Bei einigen Peugeot 208 kann es zu einem Defekt in den Gewinden des Kraftstofftanks kommen, der nach dem ersten Befüllen mit 75 Prozent des Kraftstofftanks zu einem Kraftstoffaustritt führen kann“, erklärte sie. Die Vertragswerkstätten kontrollieren daher das Markierungsdatum im Boden des Kraftstofftanks und ersetzen gegebenenfalls die Kontermutter und den O-Ring. Die Kontrolle dauere etwas über zehn Minuten, die gegebenenfalls erforderliche Reparatur eine knappe halbe Stunde.

Die Maßnahme „MXH“ startete bereits Mitte April und ist laut der Sprecherin fast zur Hälfte abgearbeitet. Sie galt/gilt für rund 19.400 Autos, davon 1.407 in Deutschland. Sie liefen zwischen 26. Juni 2023 und 8. April 2025 vom Band.

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