Werkstattausrüster ASA-Verband wählt neuen Vizepräsidenten

Von Steffen Dominsky 3 min Lesedauer

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Ein neuer Vizepräsident und ein vorzeitig erneuerter Vertrag mit der Automechanika waren zwei wichtige Ergebnisse für die Mitglieder des Bundesverbands der Hersteller und Importeure von Automobilservice-Ausrüstungen e.V. im Rahmen ihrer Versammlung in Leipzig.

Die ASA-Mitgliederversammlung wählte Wolf-Erik Schmitt (Mitte) für zwei Jahre zum neuen ASA-Vizepräsidenten. Gemeinsam mit Präsident Frank Beaujean (r.) und Vizepräsident Finanzen Marco Kempin (l.) führt er den Verband.(Bild:  ASA)
Die ASA-Mitgliederversammlung wählte Wolf-Erik Schmitt (Mitte) für zwei Jahre zum neuen ASA-Vizepräsidenten. Gemeinsam mit Präsident Frank Beaujean (r.) und Vizepräsident Finanzen Marco Kempin (l.) führt er den Verband.
(Bild: ASA)

Der Bundesverband der Hersteller und Importeure von Automobilservice-Ausrüstungen e.V., kurz ASA, hat im Rahmen seiner Mitgliederversammlung in Leipzig Wolf-Erik Schmitt, Director Marketing and Communication, Vehicle Service Group EMEA und Prokurist Blitz Rotary GmbH, zum neuen Vizepräsidenten gewählt. Die Position war seit dem plötzlichen Tod von Karsten Meinshausen im September 2024 unbesetzt. Schmitt leitet seit mehr als zwölf Jahren erfolgreich den Fachbereich Hebetechnik im ASA-Verband und gehört in dieser Funktion auch dem ASA-Vorstand an. Als Vizepräsident ist er für zwei Jahre gewählt und vertritt zusammen mit Präsident Frank Beaujean und Vizepräsident Finanzen Marco Kempin den Verband.

Die rein auf ehrenamtlichem Engagement ruhende Arbeit des Verbandes schilderte Frank Beaujean auch 2024 als sehr erfolgreich. Man habe für die Mitglieder zahlreiche Projekte umgesetzt und sich dabei vor allem auf digitale Lösungen konzentriert. Neben dem ASA-Mitgliederportal und der ASA-Absatzstatistik habe man auch die ASA-Kalibrierdatenbank erfolgreich als digitales Projekt etabliert. Wichtig sei nun, die Eingabequalität zu erhöhen und, wie vom Verordnungsgeber gefordert, auch alle Bestandsprüfgeräte mit den für die Kalibrierung erforderlichen Baumusterdaten lückenlos einzupflegen.

Mehr Engagement wünschenswert

Beaujean, der die Interessen des ASA-Verbandes auch auf europäischer Ebene vertritt und in zahlreiche Projekte des europäischen Werkstattausrüsterverbandes EGEA eingebunden ist, wiederholte seinen Appell aus vergangenen Jahren, Mitgliedsunternehmen mögen sich mit Manpower auch stärker in europäische Projekte einbringen. Dort ruhe der Beitrag der deutschen Werkstattausrüster derzeit auf den Schultern weniger Experten, die oft schon das Ruhestandsalter erreicht hätten. „Die Musik für unsere Branche spielt in Brüssel und Berlin, wenn es um wegweisende Regelungen wie die Zukunft der Periodisch technischen Fahrzeugüberwachung, die konkreten Folgen des EUGH-Urteils zu technischen Fahrzeugdaten und andere essenzielle Weichenstellungen für die Zukunft des IAM und damit auch der Werkstattausrüstungsbranche geht.“ Wolle man hier den Takt mitbestimmen, gelinge dies nur über entsprechendes Engagement der Firmen im ASA-Verband und über den ASA-Verband in der EGEA.

Dass dieses politische Engagement den Verband zum Teil auch finanziell fordert, hatte Marco Kempin, Vizepräsident Finanzen, zuvor in seinem Finanzbericht für das Geschäftsjahr 2024 transparent dargelegt. Denn technische Projekte, Studien und vereinzelt auch juristische Auseinandersetzungen sind auf europäischer Ebene nur realisierbar, weil sich der ASA-Verband als größter und stärkster europäischer Werkstattausrüsterverband zusammen mit den europäischen Schwesterverbänden auch finanziell einbringt. Insgesamt, so Kempin, stehe der Verband auf einem soliden finanziellen Fundament und habe trotz der Realisierung kostenintensiver Projekte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen kleinen Überschuss erzielt.

ASA und Automechanika – seit 50 Jahren zusammen erfolgreich

Als Lichtblick in einem für die Branche wirtschaftlich insgesamt herausfordernden Jahr 2024 bezeichneten Beaujean und Kempin in ihren Beiträgen die Automechanika Frankfurt 2024. Die Messe habe alle Erwartungen der Branche mehr als erfüllt. Nach den Corona-Krisenjahren laute das Fazit: Die Automechanika Frankfurt hat zu alter Stärke zurückgefunden. Die Messe und den Verband verbindet bereits seit 1972, dem Gründungsjahr des Verbandes, ein besonderes Verhältnis. Denn die ASA-Gründungsväter haben gemeinsam mit der Messe Frankfurt 1971 die erste Automechanika in Frankfurt veranstaltet und maßgeblich dazu beigetragen, die Messe zur heute weltweit erfolgreichsten B2B-Messemarke zu machen. In Leipzig haben deshalb die Messe Frankfurt und der ASA-Verband ihre enge Partnerschaft erneuert und eine vorzeitige Verlängerung ihres Kooperationsvertrags beschlossen. Dazu waren Michael Johannes, Brandmanager der Automechanika weltweit, und Olaf Mußhoff, Direktor der Automechanika Frankfurt, nach Leipzig gekommen.

„Die heutige Vertragsunterzeichnung unterstreicht die besonders enge Beziehung zwischen der Automechanika und dem ASA-Verband. Diese auf gegenseitigem Respekt, Vertrauen und Unterstützung in allen fachlichen Belangen begründete Kooperation ist in dieser Form besonders und darum freuen wir uns, heute anlässlich der ASA-Jahresmitgliederversammlung die Fortführung unserer über 50 Jahre währenden Kooperation mit einem neuen Vertrag für die kommenden Jahre zu bestätigten,“ sagten Michael Johannes und Olaf Mußhoff bei der Unterzeichnung. „Auch für uns ist die Partnerschaft mit dem gesamten Team der Messe Frankfurt etwas Besonderes und sowohl fachlich als auch menschlich von einer außergewöhnlich hohen Qualität geprägt. Diese Kooperation künftig fortzusetzen, gibt dem Verband einerseits Planungssicherheit und bietet zudem die Chance, neue Projekte und Ideen gemeinsam zu verwirklichen und den Erfolg der Automechanika Frankfurt, aber auch der weltweiten Automechanika weiter zu fördern“, so die beiden ASA-Präsidenten Frank Beaujean und Marco Kempin abschließend.

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