Batterietests DAT will State of Health von Antriebsbatterien remote messen

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 1 min Lesedauer

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Viele E-Autos sind mit dem Hersteller vernetzt und senden während der Fahrt Telematikdaten aus. Aus diesen will die DAT Informationen zum Gesundheitszustand der Antriebsbatterie ableiten. An dem Forschungsprojekt beteiligt sich auch Volkswagen.

Wie viel Strom passt noch rein? Das definiert der SoH der Antriebsbatterie, der für eine Bewertung des Fahrzeugzustands besonders wichtig ist.(Bild:  Dominsky – VCG)
Wie viel Strom passt noch rein? Das definiert der SoH der Antriebsbatterie, der für eine Bewertung des Fahrzeugzustands besonders wichtig ist.
(Bild: Dominsky – VCG)

Batterietests müssen derzeit noch entweder ortsfest erfolgen, oder sie benötigen ein Zusatzgerät, das während der Fahrt Daten ausliest und an die auswertende Stelle sendet. Beides soll zukünftig nicht mehr nötig sein, wenn es nach der Deutschen Automobil Treuhand geht. Die DAT entwickelt derzeit eine Analysemöglichkeit, um ausschließlich anhand von Telematikdaten den Gesundheitszustand (State of Health, SoH) von Antriebsakkus batterieelektrischer Fahrzeuge festzustellen, und zwar in Abhängigkeit vom Nutzungs- und Ladeverhalten.

Im Fokus steht dabei, aus einzelnen Fahrzeugen grundsätzliche Erkenntnisse bezogen auf Fahrzeugflotten zu erhalten. „Unser Ziel ist es, eine neutrale, ortsunabhängige, markenübergreifende und jederzeit verfügbare SoH-Identifikation zu etablieren. Das geht nur dank einer intelligenten Analyse der Daten, die jedes E-Fahrzeug an den Hersteller versendet, wenn der Kunde diesem explizit zustimmt. Diese Daten werden uns auf Basis der Plattform unserer Beteiligungsgesellschaft High Mobility über eine Schnittstelle zur anonymisierten Auswertung bereitgestellt“, erklärt DAT-Geschäftsführer Dr. Thilo Wagner.

Den wissenschaftlichen Anstoß gab das Institut für Nachhaltige Energietechnik und Mobilität (INEM) an der Hochschule Esslingen, das das Projekt auch begleitet. Das Institut hat vor allem die Grundlagenforschung zur Batteriedegradation vorangetrieben. Darauf aufbauend werden in Zusammenarbeit mit weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen je nach Modell und Batteriezelltechnologie spezifische Degradationsverläufe anhand der Connected-Car-Daten analysiert. Mit Volkswagen ist auch bereits ein Autohersteller ins Projekt eingestiegen.

Lukas Mares, Head of Aftersales & Brand Data Strategy bei Volkswagen, kommentiert: „Für den erfolgreichen Markthochlauf der Elektromobilität und weitere technologische Entwicklungsschritte bei E-Fahrzeugen spielt die Batteriegesundheit in Abhängigkeit vom Ladeverhalten eine entscheidende Rolle. Das gemeinsame Projekt mit der DAT ist wichtig, um in Ergänzung unserer eigenen Erkenntnisse zum Batterie-SoH auch die neutrale Einschätzung der DAT berücksichtigen zu können.“

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