Tesla-„Rückrufe“ KBA reicht Over-the-Air-Updates nach

Von Niko Ganzer 1 min Lesedauer

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Zwei sicherheitsrelevante Aktualisierungen sind laut Hersteller schon im vergangenen November und im Januar erfolgt. Probleme mit dem RDKS und dem E-Call betrafen bei uns in Summe um die 79.000 Elektroautos.

Unter anderem wurde die Software des Model 3 zuletzt per Fernzugriff aktualisiert.(Bild:  Tesla)
Unter anderem wurde die Software des Model 3 zuletzt per Fernzugriff aktualisiert.
(Bild: Tesla)

Mal wieder hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) sicherheitsrelevante „Over-the-Air“-Updates (OTA) von Tesla mit deutlicher Verspätung in seiner Rückruf-Datenbank nachgetragen. In den USA war der Hersteller-Aktionscode „SB-24-00-018“ schon Ende des vergangenen Jahres bekannt geworden. Problem war eine Fehlfunktion des Reifendruckkontrollsystems (RDKS) im Model 3 und Y. Eine Warnung des RDKS konnte verschwinden, wenn das Fahrzeug abgeschaltet oder aus dem „Sleep“-Modus reaktiviert wurde. Dies verstieß gegen die Vorgabe, dass die Warnanzeige dauerhaft bestehen bleiben muss, bis der Defekt behoben ist.

„Die betroffenen Fahrzeuge erhalten eine OTA-Softwareversion, die sicherstellt, dass die RDKS-Warnanzeige nach einem Fahrzyklus aktiv bleibt“, kündigt das KBA an. Dieses Update ist aber laut Hersteller schon im November 2024 erfolgt. Handlungsbedarf bestehe nur bei solchen Autos, die mit einer Softwareversion älter als 2024.38.7 unterwegs sind.

Mit dem Softwareupdate 2024.45.32.2 wurde laut Herstellerangaben Mitte Januar ein anderes Problem beseitigt, das für die zweite Rückrufmeldung durch das KBA gesorgt hat. Der Grund: Bei einem Unfall mit besetztem Beifahrersitz wurde der automatische Notruf (E-Call) irrtümlich über das deaktivierte Mikrofon des Beifahrers statt über das des Fahrers geleitet. Dadurch bestand keine Audioverbindung zur Notrufzentrale, was nicht den EU-Verordnungen entsprach.

Das KBA weist die auf den europäischen Markt begrenzte Rückrufnummer „SB-25-00-005“ für 14.003 Einheiten des Model S und X aus dem Bauzeitraum 13. September 2022 bis 22. November 2024 aus, davon 2.847 in Deutschland. Deutlich höher sind die Summen beim ersten Rückruf – wenn auch nicht hoch genug. Denn die von der Behörde genannten 387.642 Einheiten weltweit, davon etwas über 76.000 bei uns, können eigentlich nur die in Europa gemeldeten Fahrzeuge sein. Allein in den USA betraf die Maßnahme, die für den Produktionszeitraum 9. Januar 2018 bis 21. November 2024 galt, nämlich laut dortiger Behörde fast 700.000 Stromer.

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