Mercedes-Rückruf Möglicher Batteriebrand bei EQA und EQB

Von Niko Ganzer 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Nachdem letztes Jahr ein Softwareupdate angekündigt wurde, steht nun ein Tausch des Hochvoltspeichers an. Bis dahin gilt eine Ladebegrenzung und eine Aufforderung, nur im Freien zu parken. Eine ähnliche aktuelle Aktion bei Volvo gilt nicht für Deutschland.

Unter anderem müssen EQBs für einen Batterietausch in die Vertragswerkstätten. (Bild:  Mercedes-Benz)
Unter anderem müssen EQBs für einen Batterietausch in die Vertragswerkstätten.
(Bild: Mercedes-Benz)

Bei einem sehr hohen Ladezustand der Hochvolt-Batterie ist in einigen Mercedes EQA und EQB (BR243) „in sehr seltenen Fällen ein Brandrisiko infolge eines internen Kurzschlusses einer Batteriezelle nicht vollständig ausgeschlossen“. Dies bestätigte ein Konzernsprecher auf Anfrage. Folge ist ein Rückruf, der laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) weltweit für rund 52.000 Elektrofahrzeuge vorgesehen ist, davon 4.677 auf dem Heimatmarkt.

Für die betroffenen Fahrzeuge laufe bereits eine Feldmaßnahme (wir berichteten) , bei der ein Software-Update des Batteriemanagementsystems durchgeführt werde, so der Sprecher weiter. Dieses Update passe die Betriebsparameter der Hochvoltbatterie an. Untersuchungen hätten allerdings gezeigt, dass dies das Brandrisiko „in seltenen Einzelfällen“ nicht vollständig beseitige. „Es ist ein Vorfall ohne Personenschäden bekannt“, ergänzt das KBA.

Daher soll die HV-Batterie nun komplett getauscht werden, sobald die Ersatzteile zur Verfügung stehen. Wie fast schon üblich in diesen Fällen, werden Kunden aufgefordert, bis zum Werkstatttermin das Fahrzeug nicht über 80 Prozent zu laden und das Fahrzeug im Freien zu parken. Dies gilt für Stromer aus dem Bauzeitraum 20. Februar 2021 bis 30. Juli 2024.

Fragen zum Aktionscode mit der internen Nummer „4794004“ beantwortet die Kundenhotline unter der Rufnummer 00800 - 1277 7777.

Kein Rückruf für Volvo EX30 in Deutschland

Ein anderer E-Auto-Rückruf, der heute wegen des gleichen Problems von vielen Medien veröffentlicht wurde, ist dagegen hierzulande nicht relevant. Die in den EX30-Modellen verbaute Batterie vom chinesischen Zulieferer Sunwoda gebe es nicht in den in Deutschland angebotenen Fahrzeugen, erklärte ein Sprecher von Volvo Deutschland auf Nachfrage.

Der Hersteller hatte schon im Januar weltweit über 40.000 Haltern des Modeljahres 2025 empfohlen, die maximale Ladeeinstellung Ihres Fahrzeugs auf 70 Prozent festzulegen und ihr Fahrzeug im Freien und entfernt von anderen Fahrzeugen oder Gebäuden zu parken, bis die Reparaturen im Rahmen des Rückrufs abgeschlossen sind. Der anstehende Batterietausch läuft unter dem internen Aktionscode „R1035“.

(ID:50764875)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung