Geburtstag Stuck für Stuck

Von Steffen Dominsky 2 min Lesedauer

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Er ist einer der, im wahrsten Sinne des Wortes, großen deutschen (Langstrecken-) Rennfahrer. Jetzt wurde der 1,94 Meter lange Bayer, der auch vor der Kamera bzw. am Mikrofon eine gute Figur macht, 75 Jahre alt.

Der Anfang eines jeden neuen Jahres bedeutet auch für ihn ein weiteres neues Lebensjahr: Am 1. Januar wurde Hans-Joachim Stuck 75 Jahre alt.(Bild:  Porsche AG)
Der Anfang eines jeden neuen Jahres bedeutet auch für ihn ein weiteres neues Lebensjahr: Am 1. Januar wurde Hans-Joachim Stuck 75 Jahre alt.
(Bild: Porsche AG)

Am 1. Januar wurde er 75 Jahre alt: Hans-Joachim Stuck, genannt „Strietzel“, zählt zu den bekanntesten deutschen Rennfahrern seiner Zeit. Mit seiner unverwechselbaren Art, seinem unverkennbaren Fahrstil und seiner Leidenschaft für die Langstrecke hat er im internationalen Motorsport Spuren hinterlassen.

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Stuck wurde am 1. Januar 1951 in Garmisch-Partenkirchen geboren. Bereits mit 16 Jahren absolvierte er dank einer Sondergenehmigung den Führerschein. Die Begeisterung für Motorsport liegt in der Familie; sein Vater, Hans Stuck, verdiente sich das Attribut „der Bergkönig“ bei Bergrennen in den 20er- und 30er-Jahren auf Auto Union. 1969 bestritt Stuck Junior sein erstes Rennen auf einem BMW 2002 am Nürburgring. 1970 gewann er dort das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring auf einem solchen, 1972 wurde er Deutscher Rennsportmeister auf Ford Capri RS, 1974 Vize-Europameister Formel 2 auf March-BMW 742. 1975 siegte er bei den 12 Stunden von Sebring auf BMW 3.5 CSL.

Vom frühen Talent zur internationalen Größe

In den folgenden Jahren entwickelte er sich weiter als vielseitiger Fahrer, der sowohl im Formelsport als auch im Tourenwagen- und Langstreckenbereich sein Talent zeigte. 1977 und 1978 fuhr er in der Formel 1 auf Brabham-Alfa und Shadow-Ford-Cosworth. Im darauffolgenden Jahr startete er in der Formel 1 auf ATS-Ford-Cosworth und gewann die Procar-Serie mit einem BMW M1. 1981 und 1983 wurde Stuck Zweiter bei der Deutschen Rennsportmeisterschaft auf BMW 320. Am Steuer eines BMW 635 CSi sicherte er sich 1984 den zweiten Platz in der Tourenwagen-Europameisterschaft.

Besonders eng ist sein Name mit dem Porsche 962 verbunden. Ab Mitte der 80-er startete der 1,94 Meter große Bayer mit diesem Fahrzeug in die erfolgreichste Phase seiner Laufbahn. Seine Fähigkeit, über lange Distanzen konstant schnell zu fahren, ebenso wie seine präzisen Anmerkungen zum Setup des Rennwagens, machen ihn zu einem zentralen Bestandteil des Porsche-Werksteams. „Hans-Joachim Stuck hat Großes für Porsche geleistet. Seine Leistungen auf der Langstrecke, insbesondere seine Erfolge am Steuer des Porsche 962, zählen bis heute zu den wegweisenden Momenten in der Motorsporthistorie von Porsche“, sagt Thomas Laudenbach, Leiter Porsche Motorsport. „Wir danken ihm für seinen Einsatz und wünschen ihm zu seinem 75. Geburtstag alles Gute.“

Botschafter des historischen Motorsports

Stuck überzeugte nicht nur durch seine Rennresultate, sondern auch durch seine Fähigkeit, Fahrzeuge weiterzuentwickeln und sich schnell auf neue technische Anforderungen einzustellen. Sein Feedback gilt in Testphasen als besonders wertvoll. Die Jahre mit dem Porsche 962, einem der erfolgreichsten Prototypen seiner Zeit, sind für ihn selbst und für Porsche bis heute prägend und gehören zu den bedeutenden Kapiteln der Porsche-Markenhistorie.

Auch nach dem Ende seiner aktiven Rennkarriere im Jahr 2011 blieb Stuck dem Motorsport in vielfältiger Weise verbunden. Als Experte, gefragter Gesprächspartner bei historischen Veranstaltungen und Markenbotschafter brachte er seine Erfahrungen, seine Anekdoten und seine Begeisterung einem breiten Publikum näher. Seine lebendige Art, über Erfolge und Herausforderungen zu sprechen, macht ihn zu einer geschätzten Persönlichkeit in der Szene und zu einem wichtigen Zeitzeugen einer Ära, die den internationalen Langstreckensport maßgeblich beeinflusst hat. Von 2012 bis 2020 machte er sich als Präsident des Deutschen Motor Sport Bunds für die Nachwuchsförderung stark.

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