Periodische Fahrzeuguntersuchung So will Dekra künftig Assistenzsysteme prüfen

Von Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 1 min Lesedauer

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Eine von Dekra mit zwei Partnern entwickelte Methode simuliert ein Objekt, während eine Software über die OBD-Schnittstelle ausliest, ob und wie es vom Fahrzeug erkannt wird. Erstmals präsentiert wurde die Methode zur Prüfung von Radarsensoren während der ITC-Jahreskonferenz in Genf.

Thomas Ost, Leiter Dienstleistungsentwicklung, Dekra Service Division Vehicles, demonstrierte in Genf die neue Methode. Der Testgerät-Prototyp ist am Rollwagen eines Scheinwerfereinstellgeräts montiert.(Bild:  Dekra)
Thomas Ost, Leiter Dienstleistungsentwicklung, Dekra Service Division Vehicles, demonstrierte in Genf die neue Methode. Der Testgerät-Prototyp ist am Rollwagen eines Scheinwerfereinstellgeräts montiert.
(Bild: Dekra)

Im ersten Schritt geht es nur um radargestützte Assistenzsysteme während der HU. Wobei Dekra betont, dass sich die neu entwickelte Prüfmethode auch an Lidar- und Kamera-basierte Systeme anpassen lässt. Laut Prüforganisation wird die Prüfung „am stehenden Fahrzeug durchgeführt, benötigt wenig Platz und Zeit und ist daher sehr effizient“.

Und so funktioniert die Prüfung: Ein Testgerät für Radarsensoren simuliert ein zu detektierendes Objekt. Zeitgleich wird über die OBD-Schnittstelle ausgelesen und mit einer Software analysiert, ob und als was das Objekt vom Fahrzeug erkannt wurde. „Parameter sind unter anderem der Abstand und Winkel zum Objekt sowie die Relativgeschwindigkeit“, heißt es in einer Mitteilung von Dekra.

Die Prüfmethode steht und fällt mit dem Zugang der HU-Prüfer zu den Fahrzeugdaten. Hierzu Christoph Nolte, Executive Vice President der Dekra-Gruppe und Leiter der Service Division Vehicles: „Wenn dieser Zugang gewährleistet ist, könnte unsere neue Methode ein wichtiger Meilenstein für die Verkehrssicherheit durch die HU von morgen sein.“

Entwickelt wird die Prüfmethode gemeinsam mit den Partnern Rohde & Schwarz und AVL Ditest. Auf die Frage, welchen Beitrag die Partner leisten, antwortete Wolfgang Sigloch, Pressesprecher Automobil: „Rohde & Schwarz steuert das Equipment bei, AVL Ditest die Software und die Fahrzeug-Kommunikation, während Dekra dafür verantwortlich ist, das Ganze als Gesamtkonzept für die Einbindung in die HU nutzbar zu machen.“

Erstmals präsentiert wurde die Prüfmethode während der vom 20. bis zum 23. Februar laufenden Jahreskonferenz des Inland Transport Committees (ITC) in Genf (Schweiz). Das ITC ist das höchste Entscheidungsgremium der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE).

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