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Standox Zweites Ausbildungs-Camp

| Redakteur: Marion Fuchs

In der letzten Juniwoche fand der erste Teil des Ausbildungs-Camps der Wuppertaler Lackmarke statt. Zwölf Azubis aus ganz Deutschland hatten eine arbeitsreiche Woche im Standox Center– es ging jedoch nur am Rande um das Lackieren.

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Kommt ein Kunde in die Werkstatt – Übung im Rhetorik-Kurs.
Kommt ein Kunde in die Werkstatt – Übung im Rhetorik-Kurs.
(Bild: Standox)

Ein zweitägige Rhetorik-Training war Teil des ersten Standox-Camp-Treffens, an dem zwölf Lackierer-Auszubildende aus ganz Deutschland teilnahmen. Sie kommen in jedem ihrer drei Lehrjahre für jeweils eine Woche nach Wuppertal zu einer zusätzlichen Schulung. Damit sollen die Ausbildungsanstrengungen der Karosserie- und Lackierwerkstätten unterstützt werden und ein positives Signal an die Branche geschickt werden. Es ist bereits die zweite Auflage des Camps, die erste fand zwischen 2013 und 2015 statt.

„Es geht uns nicht primär ums Lackieren“, betont Andreas Keller, Leiter des von Standox initiierten Reparaturnetzwerks Repanet, der das Camp-Konzept maßgeblich mitentwickelt hat. „Wir wollen den Teilnehmern Fähigkeiten und Werte vermitteln, die in keinem Ausbildungsplan stehen: Selbstbewusstsein, Zielstrebigkeit, Kommunikations- und Teamfähigkeit, sicheres Auftreten und ein Bewusstsein für das, was möglich und erreichbar ist. Das sind Skills, die Mitarbeiter und vor allem angehende Führungskräfte brauchen. Sie müssen in der Lage sein, über den Tellerrand hinauszublicken. Dazu wollen wir anregen.“

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Über den Tellerrand hinausgeblickt wurde viel beim ersten Camp-Treffen. Die Azubis besuchten unter anderem einen Skulpturenpark, die Zeche Zollverein in Essen und die „Wuppertaler Tafel“, die sich um Bedürftige kümmert. Dazu absolvierten sie verschiedene Teambuilding-Übungen, sogar ein Grillkurs stand auf dem Programm. „Vor allem der Besuch der Tafel hat Eindruck gemacht“, sagt Keller. „Hier wurden die jungen Leute mit echter Not und menschlichem Leid konfrontiert.“

Bei den Camp-Treffen in den kommenden beiden Jahren tritt der handwerkliche Aspekt stärker in den Vordergrund. Dann machen sich die Teilnehmer mit den neuesten Lackiertechniken vertraut, auch als Vorbereitung auf ihre Abschlussprüfungen. Betreut und angeleitet werden sie dabei von den erfahrenen Praktikern. Doch auch mit diesen Inhalten verbindet Andreas Keller einen zusätzlichen Aspekt: „Wir wollen mit dem Camp die Bereitschaft fördern, sich mit einmal Erreichtem und Gelerntem nicht zufriedenzugeben“, sagt er. „Man muss ständig bereit sein, weiter zu lernen. Dies wird schon heute von Fach- und Führungskräften erwartet. Und angesichts der Herausforderungen, vor denen unsere Branche steht, wird diese Flexibilität zukünftig noch wichtiger werden.“

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