Prüfzentrum TÜV Rheinland erweitert Prüfkapazitäten

Von Malika Matkarimova 1 min Lesedauer

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Der Prüfdienstleister hat ein neues Labor mit vier Testbereichen eröffnet. Der Fokus liegt auf Bauteilen für E-Mobilität, Energiespeichern und Komponenten für erneuerbare Energien.

In Troisdorf prüft TÜV Rheinland seit Mai Komponenten für die Elektromobilität.(Bild:  TÜV Rheinland)
In Troisdorf prüft TÜV Rheinland seit Mai Komponenten für die Elektromobilität.
(Bild: TÜV Rheinland)

TÜV Rheinland hat in Troisdorf bei Köln ein neues Testlabor in Betrieb genommen. Das „Power Test Center Cologne" prüft künftig Hochleistungskomponenten – darunter Batteriespeicher, Ladeinfrastruktur sowie Bauteile für erneuerbare Energien und die Automobilbranche, teilt die Prüfstelle mit.

Für das 800 Quadratmeter große Labor hat der Prüfdienstleister einen Transformator installiert, der Testleistungen von bis zu einem Megawatt ermöglicht. Eine Neuerung stellen die entwicklungsbegleitenden Prüfungen dar: Hersteller können ihre Produkte parallel zu eigenen Testphasen in separaten Kundenarbeitsbereichen anpassen und weiterentwickeln. „Damit unterstützen wir Hersteller dabei, ihre Produkte schneller zur Marktreife zu bringen und leisten zugleich einen Beitrag für eine leistungsfähige, sichere und nachhaltige Energieinfrastruktur", so Roman Brück, Leiter des neuen Testzentrums.

Das Labor gliedert sich laut Prüfstelle in vier Bereiche: Im Batteriespeicherlabor werden große Speichersysteme getestet, wie sie etwa in Solarkraftwerken zum Einsatz kommen. Das Komponentenprüflabor konzentriert sich auf Bauteile für Wechselrichter, die Gleichstrom in Wechselstrom umwandeln.

Im „Power-Electronics-Labor" prüfen die Fachleute Hochleistungsbauteile wie Ladekabel für Elektrobusse oder Elektrofähren. Diese arbeiten mit der 60-fachen Leistung herkömmlicher Heimladesäulen und erfordern spezielle Kühlmechanismen sowie erhöhte Sicherheitsanforderungen. Das Umweltsimulationslabor testet die Systeme unter verschiedenen Witterungsbedingungen, etwa bei extremen Temperaturschwankungen.

Ende 2025 hatte TÜV Rheinland bereits in Mailand ein vergleichbares Labor mit stärkerem Fokus auf Automotive-Anwendungen eröffnet. Der Vorstandsvorsitzende Dr.-Ing. Michael Fübi begründet die Investition am Standort Deutschland mit der Kundennähe und der zunehmenden Elektrifizierung im Fahrzeug- und Energiesektor.

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