Automechnika 2026 Maia geht in die Serienentwicklung

Von Malika Matkarimova 1 min Lesedauer

Maha bringt seinen auf der letzten Messe vorgestellten Diagnose-Roboter erneut nach Frankfurt mit. Nach einer Testphase bei ersten Pilotanwendern befindet sich Maia nun in der Serienentwicklung.

Tobias Witton (links) stellt Maia in täglichen Live-Shows auf der Automechanika in Frankfurt vor.(Bild:  Maha)
Tobias Witton (links) stellt Maia in täglichen Live-Shows auf der Automechanika in Frankfurt vor.
(Bild: Maha)

Zwei Jahre nach der Premiere des ersten Prototyps hat Maha die Serienentwicklung für seinen Inspektionsroboter Maia gestartet. Den aktuellen Stand des Service-Roboters präsentiert der Entwickler in täglichen Live-Demonstrationen erneut auf der diesjährigen Automechanika. Die Basis für den künftigen Marktstart bilden Praxistests bei verschiedenen Branchenpartnern. Zum Start fokussiert sich der Hersteller auf den sogenannten „Surface Check“ zur Schadensdetektion sowie die Integration in bestehende Kundensysteme.

In der Praxis navigiert der kompakte Roboter selbstständig um einen stehenden Pkw. Während der Umfahrt erfasst der Roboter den optischen Karosseriezustand und dokumentiert vorhandene Beschädigungen digital. Da sich Abstände und Aufnahmewinkel bei diesem Scan-Vorgang exakt kontrollieren lassen, fallen die erfassten Daten laut Hersteller reproduzierbar aus. Gegenüber großen, statischen Karosseriescannern soll die mobile Bauweise zudem Platz sparen, da sich das System flexibel an die räumlichen Gegebenheiten der Werkstatt anpasst.

Wie sich das System im Arbeitsalltag bewährt, erprobten in den vergangenen Monaten verschiedene Pilotanwender. Beim Kfz-Sachverständigenbüro Schorer+Wolf in Kempten kam das System beispielsweise zur Zustandsbewertung zum Einsatz – eine Zeitersparnis laut Anwender insbesondere bei hohem Fahrzeugaufkommen nach Hagelschäden. Auch der BMW Airport Service erprobt die Technik derzeit. Nach Aussage von Lilian Volk, Digitalisierungsexpertin bei BMW München, schaffe die automatisierte Analyse zeitliche Freiräume, die Serviceberater für das direkte Kundengespräch nutzen könnten. Abseits des klassischen Werkstattgeschäfts nutzt zudem der Fahrzeugveredler Abt Sportsline den Roboter: Dort fließen die erfassten Karosseriedaten direkt in die Vorbereitung der DTM-Rennwagen ein.

Maia ist in Halle 8.0, an den Ständen C06 und C07, zu sehen.

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