Internationaler Karosserie- und Fahrzeugbauverband Arndt Hürter folgt Detlev Thedens als Präsident des AIRC

Von Christian Otto 3 min Lesedauer

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Der ZKF-Präsident Arndt Hürter rückt nun auch an die Spitze des Weltverbandes AIRC. Sein Vorgänger Detlev Thedens wurde beim Treffen in Edinburgh zum Ehrenpräsidenten ernannt. Zudem wird der Verband durch die Mitgliedschaft von Südafrika noch internationaler.

Arndt Hürter (r.) folgt als AIRC-Präsident auf Detlev Thedens (l.), der zum Ehrenpräsidenten des Weltverbandes ernannt wurde. (Bild:  Aukamm/ZKF)
Arndt Hürter (r.) folgt als AIRC-Präsident auf Detlev Thedens (l.), der zum Ehrenpräsidenten des Weltverbandes ernannt wurde.
(Bild: Aukamm/ZKF)

Die Generalversammlung des AIRC (Association Internationale des Réparateurs en Carrosserie) als internationaler Verband der Karosserie- und Fahrzeugbauer fand dieses Jahr in Edinburgh in Schottland statt. Der Gastgeber war NBRA als englischer Mitgliedsverband des Weltverbands. Den passenden Rahmen für die Versammlung bot das in altehrwürdigen Gemäuern befindliche Dalmahoy Hotel in der Nähe der schottischen Hauptstadt.

Neben der Wahl des neuen Präsidenten erfuhr satzungsgemäß nahezu der gesamte Vorstand des AIRC einen Wechsel. Als obersten Vertreter der AIRC-Spitze wurde dabei der ZKF-Präsident und Kölner Betriebsinhaber Arndt Hürter gewählt. Damit übernimmt er die Führung eines Verbandes, der die Interessen von mehr als 50.000 Fahrzeugreparaturbetrieben und Aufbauherstellern weltweit vertritt.

Neben Arndt Hürter als Präsident wurde Dirk Laenen aus Belgien (FEBELCAR) als Vizepräsident gewählt. Weiterhin wurde Andreas Westermeyer (WKO) aus Österreich, Daniel Röschli aus der Schweiz (carosserie suisse) und Stephan Griffion aus den Niederlanden (BOVAG) in das Vorstandsamt berufen. Darüber hinaus bestätigten die Mitglieder Thomas Krebs aus Dänemark (SKAD) in seiner aktuellen Vorstandsfunktion.

Der bisherige AIRC-Präsident Detlev Thedens, der satzungsgemäß nach zweimaliger Amtszeit nicht mehr wiedergewählt werden konnte, erfuhr einstimmig die Würdigung als Ehrenpräsident des Weltverbands und wird so die Geschicke des internationalen Verbandes weiterverfolgen können.

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Zuvor wurde das gesamte Board mit der Geschäftsführung durch den General Secretary Thomas Aukamm (ZKF) per Abstimmung entlastet. Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war die Zustimmung, dass Südafrika vertreten durch die Verbände „Retail Motor Industry Organization“ (RMI) sowie „SAMBRA“ (South African Motor Body Repairers‘ Association) als neues Mitglied des AIRC gewählt wurde. Somit wurde der AIRC neben Japan noch ein Stück internationaler und ist nun auch auf dem Kontinent Afrika durch ein neues Mitglied aktiv.

2027 geht es nach Lyon

Weitere Anwärter ist nach Auskunft des AIRC General Secretary Thomas Aukamm nun auch Australien, das sich als siebter Kontinent „Down Under“ ebenfalls für eine Mitgliedschaft im AIRC interessiert. Nach dem kommenden Treffen im französischen Lyon 2027 wird dieses neue Mitglied im Jahr 2028 auch der Gastgeber für das AIRC General Meeting sein.

Im Nachgang des AIRC General Meetings fanden Besichtigungen von zwei Betrieben im Umfeld von Edinburgh statt. Das erste Unternehmen war der familiengeführte Mischbetrieb aus Pkw-, Reisemobil- und Nutzfahrzeugreparatur namens ArmitsAutos. Im Vordergrund des Besuchs stand hier der neue Pkw-Reparaturbereich auf sehr hohem Standard. Der zweite Betrieb war die ebenfalls familiengeführte David Philips Commercial Ltd., die im vergangenen Juni ihr neues Verwaltungsgebäude bezogen hat. Mit 16 Arbeitsboxen und einem festen Kundenstamm übernimmt diese Werkstatt in zweiter Generation Service- und Reparaturarbeiten von Nutzfahrzeugen.

Die AIRC-Mitglieder lobten bei der Veranstaltung in Schottland besonders die Möglichkeit des internationalen Austauschs, des Networkings sowie die Chance zur Diskussion über Marktsituationen in den jeweiligen Ländern.

Umfassendes Engagement des Weltverbandes

Der AIRC wurde im Jahr 1970 gegründet und gilt als die globale Vereinigung der führenden nationalen Organisationen auf dem Gebiet des herstellenden und reparierenden Karosserie- und Fahrzeugbaus.

Der Weltverband möchte umfassend die Kräfte bündeln, um die Zukunft der Karosserie- und Fahrzeugbau-Betriebe sicherzustellen. Zudem fördert und unterstützt er international Fahrzeugreparaturbetriebe und Aufbauhersteller. Darüber hinaus zielt er international auf die wirtschaftliche und politische Lobbyarbeit und fördert auf dieser Ebene auch den Austausch von Wissen und Kenntnissen sowie die Zusammenarbeit der Mitgliedsorganisationen untereinander.

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Der AIRC ist auch Mitglied der sogenannten AFCAR, der Alliance for the Freedom of Car Repair in the EU. Über die AFCAR vertritt der AIRC gemeinsam mit anderen europäischen Verbänden des freien Aftermarkts direkt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission.

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