Suchen

Messe Bremen Plattform für den Klassiker-Nachwuchs

| Redakteur: Marion Fuchs

Der Bremer Messeveranstalter zeigt auf der Classic Motorshow zwei- und vierrädrige Klassiker und bietet Tuner-, V8-Surf-Cars sowie T4-Workshops.

Firmen zum Thema

Bremen Classic Motorshow: Das Pendant zum VW-Bus, ein Dodge Van A 100 von 1966, darf bei den „V8-Surfcars“ in Halle 6 nicht fehlen.
Bremen Classic Motorshow: Das Pendant zum VW-Bus, ein Dodge Van A 100 von 1966, darf bei den „V8-Surfcars“ in Halle 6 nicht fehlen.
(Bild: Helge Thomsen)

Sein halbes Leben lang schraubt Philipp Kaess bereits an Youngtimern, um sie stärker, leichter und schneller zu machen – und das mittlerweile vor großem Publikum: Auf mehr als eine halbe Million Klicks kommen manche YouTube-Tutorials des 33-Jährigen. Schritt für Schritt erklärt er darin, wie er etwa seiner 2000er Audi-S4-Limousine die Optik eines RS4-Avant verpasst. Die fertige, aber noch blanke Rohkarosse stellt der Hannoveraner im Rahmen der Bremen Classic Motorshow 2020 von Freitag bis Sonntag, 31. Januar bis 2. Februar, in der Messe Bremen aus.

Bildergalerie

„Eine der drängendsten Fragen der Szene ist die nach dem Nachwuchs. Tuner wie Philipp Kaess zeigen, dass es nach wie vor ein großes Interesse an klassischen Fahrzeugen gibt, aber die nachrückende Generation teilweise anders mit Old- und Youngtimern umgeht“, sagt Frank Ruge, Projektleiter der Bremer Oldtimermesse. Das Tunen klassischer Fahrzeuge für mehr Leistung oder Individualität sei ein Aspekt, der deshalb in Bremen nicht fehlen dürfe, so Ruge.

Auch René Tollkühn hat sich der Individualisierung seiner Klassiker verschrieben. Der 46-Jährige ist bevorzugt auf zwei Rädern unterwegs und für ihn gehört das Umbauen, also Customizing, zur Kultur des Motorradfahrens.

Motorrad-Umbauten

Zu sehen ist Tollkühns Seeley-Honda bei einer Premiere auf der Bremen Classic Motorshow: die Classic Custom Motorcycle Lounge im Spiegelsaal der Halle 1 mit 40 einzigartigen Motorrädern, alles individuelle Umbauten, die auf der Basis von Rahmen klassischer, vor 1995 gebauter Motorräder entstanden sind.

Mehr Klassiker, die nicht den gängigen Kriterien entsprechen, sehen die Besucher etwa in Halle 6. Dafür gemacht, lange Strecken zurücklegen zu können, und serienmäßig mit einem Acht-Zylinder-Motor ausgestattet, strotzen die fünf US-amerikanischen Wagen der 1960er- bis 1980er-Jahre nur so vor Patina. Statt im originalgetreu restaurierten Sammlerzustand fahren die „V8-Surfcars“ mit Rost, Beulen und Aufklebern vor und bringen noch heute Wellenreiter zum nächsten Surfspot. 2020 sind ebenso ein 1959er Ford Ranch Wagon und ein Dodge Van A 100 von 1966, das Pendant zum VW-Bus, dabei.

Bulli-Workshops

Seit Anfang 2020 zählt die nächste Generation von VW-Bussen zu den Oldtimern: der T4. Anhand einer präparierten T4-Caravelle ohne Einbauten erläutert Bulli-Experte Dirk Klöß in täglich stattfindenden Workshops, auf welche rost- und korrosionsanfälligen Teile Kaufinteressenten besonders achten sollten.

Die Bremen Classic Motorshow findet vom 31. Januar bis 2. Februar 2020, in allen Hallen der Messe Bremen sowie in der mobilen Halle 8 statt. Die Hallen sind von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet regulär 16 Euro. Besucher, die den Park+Ride-Service nutzen und ihr Auto im Parkhaus Airport Bremen parken, erhalten Karten für sich und ihre Mitreisenden schon für 14 Euro. Zudem bekommen sie für 7 Euro ein Parkticket, das zugleich als Fahrschein für die Straßenbahn gilt – die Mitfahrer eingeschlossen.

www.classicmotorshow.de

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 46341108)