Haftpflichtschaden Rechnungskürzungen nicht hinnehmen

Autor / Redakteur: Konrad Wenz / Stefan Dietz

Der Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik unterstützt die Betriebe beim Rückfordern von Rechnungskürzungen der Versicherer.

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Der ZKF kritisiert die Rechnungskürzungen einiger Versicherer.
Der ZKF kritisiert die Rechnungskürzungen einiger Versicherer.
(Bild: ZKF)

Ein aktuelles Urteil des Amtsgerichts Frankfurt, das sich mit einer vom Prüfdienstleister gestrichenen Rechnungsposition („Farbmusterbleche erstellen“) beschäftigt, nimmt der ZKF in einer Meldung zum Anlass, Betriebe aufzufordern, sich solche Kürzungen im Haftpflichtschadenfall nicht gefallen zu lassen. Gerade weil in einem solchen Fall häufig die Kläger (Kunde, Werkstatt) gegen die Rechnungskürzungen gewinnen und die Versicherung somit auf den Gesamtkosten sitzen bleibt, scheuen Versicherungen diesen Weg vor das Gericht.

Fachliche Begründungen des rechnungsstellenden Betriebes verpuffen laut ZKF häufig gegen das lapidaren Argument: „Wir bleiben bei unserer Auffassung der Rechnungskürzung.“ In vielen Fällen reicht es dann, einen Rechtsanwalt einzuschalten, um die Versicherung aufgrund dessen Schreiben zu einer Nachzahlung zu veranlassen. In hartnäckigeren Fällen muss dann die Klage des Betriebes – oder besser noch des Kunden – gegen die leistungspflichtige Versicherung eingereicht werden. Und spätestens dann erkennen die Versicherungen in fast allen Fällen, dass das Prozesskostenrisiko zu hoch ist – und zahlen.

Es sei höchst bedauerlich, dass der Aufwand seitens der Mitgliedsbetriebe bei den ungerechtfertigten Rechnungskürzungen so hoch sein müsse, heißt es in der Meldung. Letztlich dienten auch solche Aufwände dazu, dass die Stundenverrechnungssätze steigen. Aber wenn sich die Betriebe nicht wehren würden, werde die Problematik der Rechnungskürzung weiter anhalten und immer weitere Positionen umfassen.

Weiter Informationen finden Sie unter:www.ZKF.de

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