WKST 2026: Schadenlenkung K&L-Betriebe im Strategiestress: Vollauslastung war gestern

Von Konrad Wenz 7 min Lesedauer

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Gestern noch zwei Monate Vorlauf, heute Auftragsflaute: Raus aus der Schadensteuerung oder bewusst rein? Für K&L-Unternehmer wird die strategische Positionierung zur Überlebensfrage. Schadensteuerung bringt zwar Volumen, aber zu welchem Preis?

Schadensteuerung ja oder nein – darum ging es in einer Podiumsdiskussion bei den Würzburger Karosserie- und Schadenstagen. Es diskutierten: (v. l.) Thomas Aukamm (ZKF), Dimitra Theocharidou-Shns (SPN), Christian Eis­necker (Eisi GmbH), Thorsten Stünkel (HUK Coburg), Sergej Wasiljew (Fix Auto Weilburg) und Reinhard Beyer (Auto Beyer; BVdP) mit Konrad Wenz.(Bild:  Stefan Bausewein)
Schadensteuerung ja oder nein – darum ging es in einer Podiumsdiskussion bei den Würzburger Karosserie- und Schadenstagen. Es diskutierten: (v. l.) Thomas Aukamm (ZKF), Dimitra Theocharidou-Shns (SPN), Christian Eis­necker (Eisi GmbH), Thorsten Stünkel (HUK Coburg), Sergej Wasiljew (Fix Auto Weilburg) und Reinhard Beyer (Auto Beyer; BVdP) mit Konrad Wenz.
(Bild: Stefan Bausewein)

Es ist noch gar nicht solange her, da berichteten wir ständig von komplett ausgelasteten K&L-Werkstätten. Diese gaben nicht selten Vorlaufzeiten von zwei Monaten oder mehr an. Die Kunden, egal ob Versicherung, Schadensteuerer, Flotte, Autohaus oder Privat, mussten in der Regel lange auf die Fertigstellung ihrer Fahrzeuge warten. Zudem war die Ersatzteilversorgungslage prekär – das Chaos war perfekt.

Nach wie vor steigt der Fahrzeugbestand in Deutschland – das deutet eigentlich auf mehr Schäden hin und darauf, dass sich die oben beschriebene Situation nicht zum Besseren wendet. Ein Faktum ist allerdings, dass der Schadenmarkt sinkt beziehungsweise stagniert. Im Jahr 2024 erfasste die Polizei etwa 2,5 Millionen Schäden, rund 0,2 Prozent weniger als im Vorjahr; insgesamt meldete der Gesamtverband der Versicherer (GDV) über neun Millionen regulierte Schäden.