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VDI Tool zur Effizienz-Analyse

| Redakteur: Marion Fuchs

Als Erweiterung des Online-Kostenrechners des Berliner Zentrum Ressourceneffizienz ermöglicht ein neues Tool die Berechnung des kumulierten Energie- sowie Rohstoffaufwands und deren Treibhausgas-Emissionen.

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(Bild: VDI)

Mit steigender Relevanz des betrieblichen Umweltmanagements wächst der Bedarf an konkreten Zahlen zum ökologischen Fußabdruck eines Unternehmens. Das neue Modul des Kostenrechners vom VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) unterstützt Unternehmen dabei, Material- und Energieverbräuche in der Produktion und von Produkten über den gesamten Lebensweg zu bewerten und diese nachhaltig auszurichten.

Berechnung der Treibhausgas-Emissionen

Der sogenannte KEA-KRA-THG-Rechner gibt nach Firmenangaben den kumulierten Energie- sowie Rohstoffaufwand (KEA bzw. KRA) und die entstehenden Treibhausgas-Emissionen (THG-Emissionen) auf Basis des betrieblichen Material- und Energieverbrauchs in den einzelnen Lebenswegphasen (Herstellung, Nutzung, Verwertung) an. Methodische Grundlagen für das Modul sind die Richtlinien VDI 4600, VDI 4800 Blatt 2 und die Ökobilanzierung.

Für die Berechnungen ist eine Datenbank mit Umweltprofilen zu ausgewählten Materialien hinterlegt. Diese wurden auf Grundlage der Probas-Datenbank des Umweltbundesamtes (UBA) erstellt. Weitere Profile können manuell eingegeben werden, falls die benötigten Werte nicht in der Datenbank hinterlegt sind. Als Ergebnis werden die Gesamtwerte des KEA, KRA und der THG-Emissionen als Kreisdiagramm ausgegeben. Anhand der Verteilung lässt sich ablesen, in welcher Lebensphase das betrachtete Produkt die höchsten Werte aufweist. Diese werden nach einzelnen Materialien und einzelnen Energieträgern aufgelistet.

Weitere Rechenmodule

Die insgesamt vier Module des Kostenrechners lassen sich einzeln oder aufeinander aufbauend anwenden. Das erste Modul, der Kostenstrukturrechner, hilft dem Nutzer, die Kostenstruktur in seinem Betrieb transparent zu machen: Welche Bereiche im Betrieb sind die Kostentreiber und welchen Anteil haben Material- und Energiekosten im Unternehmen? Zusätzlich kann der Nutzer die eigene betriebliche Kostenstruktur mit den jeweiligen Branchendurchschnitten des Statistischen Bundesamtes vergleichen.

Die Materialströme im Unternehmen rücken beim zweiten Modul, dem Materialflusskostenrechner, in den Fokus: Die Materialflusskostenrechnung dient dazu, Material- und Energieverbräuche zu quantifizieren und Prozesse, die hohe Verlustkosten hervorrufen, zu identifizieren. Wollen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) wissen, welche Investition für ihren Betrieb am wirtschaftlichsten ist, können sie den Investitionsrechner nutzen. Dieser vergleicht betriebliche Investitionen anhand ihrer Lebenszykluskosten, indem er die Amortisationszeit der Neuinvestition berechnet und die jährlichen Einsparungen aufzeigt.

Der Kostenrechner steht als Webversion kostenfrei unter www.ressource-deutschland.de zur Verfügung. Er kann auch als ZIP-Datei heruntergeladen und offline genutzt werden.

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