Nutzfahrzeug-Symposium 2026
EU-Vorgaben belasten den individuellen Fahrzeugbau
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Bürokratie, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und neue Genehmigungsregeln beeinflussen den Nutzfahrzeugbau zunehmend. Das ZKF-Symposium in Köln lieferte Einblicke, was auf die Branche zukommt, und diskutierte mögliche Lösungen.
Das 5. Nutzfahrzeug-Symposium anlässlich des Branchentreffs 2026 des Zentralverbands Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) in Köln machte deutlich: Die regulatorischen Vorgaben der EU belasten auch den individuellen mittelständischen Fahrzeugbau. Claus Evels, Vizepräsident des ZKF und Vorsitzender des ZKF-Ausschuss Karosserie- und Fahrzeugbau, beschrieb in seiner Begrüßungsrede die Branche als ein Handwerk, das unter einem hohen Anpassungsdruck steht, aber gleichzeitig große Zukunftschancen bietet. Themen wie Elektrifizierung, Digitalisierung, Cybersicherheit, zunehmende Bürokratie, Fachkräftemangel, GSR II und EU-Altfahrzeugverordnung würden die Betriebe vor große Herausforderungen stellen. Chancen sieht Evels in der aktiven Mitgestaltung. Sein Appell: Spezialisierung und Wissenstransfer seien künftig entscheidend für das Überleben der Betriebe.
Damoklesschwert Altautoverordnung
Einen inhaltlichen Schwerpunkt des Symposiums bildeten die Novellierungen einiger EU-Vorschriften und deren Auswirkungen auf die Fahrzeugbaubranche. Beispielsweise die neue Altautoverordnung (ELV). Dierk Conrad, Geschäftsführer Nutzfahrzeuge im ZKF und Fachberatungs- und Informationsstelle im Handwerk des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE), stellte den derzeitigen Stand der neuen Altautoverordnung dar. Für Nutzfahrzeug- und Anhängerhersteller bedeutet diese Verordnung künftig deutlich erweiterte Pflichten über den gesamten Fahrzeuglebenszyklus hinweg. Sie sollen verpflichtet werden, sich um die fachgerechte Entsorgung sowie das damit verbundene Recycling zu kümmern.
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