Landesverbandstag Bayern Bündelung von Kräften

Von Konrad Wenz Lesedauer: 2 min |

Anbieter zum Thema

Auf der Mitgliederversammlung der bayerischen Innungen des Karosseriebauerhandwerks verkündeten die Innungen Südbayern und Niederbayern, dass sie zum Jahresende fusionieren. Die Innungen reagieren damit auf die Veränderungen im Markt.

Der Landesverbandstag 2023 der bayerischen Innungen fand in der Horst Grimm GmbH in Würzburg statt.
Der Landesverbandstag 2023 der bayerischen Innungen fand in der Horst Grimm GmbH in Würzburg statt.
(Bild: Klasing)

Robert Paintinger, Geschäftsführer des Landesverbands des bayerischen Karosseriebauerhandwerks erklärte auf der Mitgliederversammlung in Würzburg, dass sich die Bedingungen im Markt verändert hätten. das betreffe nicht nur den Reparaturmarkt, die technischen Anforderungen und die Kundenstruktur, sondern auch die Struktur der Mitgliedsbetriebe sowie den Rückgang der Mitgliedsbetriebe. Es sei notwendig, die Kräfte zu bündeln und die Kommunikation in die Betriebe und nach außen zu intensivieren. So könne man beispielsweise dem Fachkräfte- und Azubi-Mangel besser entgegenwirken. Deshalb würden die Innungen Niederbayern und Südbayern zum Jahresende fusionieren. „Mitte November wird es hierzu eine konstituierende Sitzung geben. Ziel ist es, die Verantwortung für die einzelnen Themen da zu lassen wo sie heute schon ist und die Verwaltung zu zentralisieren", führte Paintinger aus.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 50 Bildern

Zuvor hatte Landesinnungsmeister Thomas Schneider die Mitglieder zur diesjährigen Mitgliederversammlung der Landesinnungen begrüßt. Er berichtete, dass alle 380 innungsbetriebe die schwere Pandemiezeit überlebt hätten. Zudem seien in diesem jahr 210 Azubis neu eingestellt worden. „Das ist das beste Ergebnis seit Beginn der Erfassung dieser Zahlen“, berichtete Schneider stolz. Dennoch sei der Arbeitsmarkt und der Fachkräftemangel ein entscheidendes Thema für die Zukunft der Branche.

Zudem rief Schneider seine Mitgliedsbetriebe dazu auf, sich am ZKF-Betriebsvergleich zu beteiligen. „je mehr Betriebe sich daran beteiligen, desto genauer und fundierter sind die Ergebnisse“, sagte Schneider. Der ZKF-Betriebsvergleich sei für jeden Mitgliedsbetrieb eine sehr hilfreiche Grundlage für Gespräche mit der Hausbank. Und dass solche Gespräche notwendig werden können machte Schneider an der derzeitigen Situation der Branche fest. Demnach könnten viele Autos nicht fertiggestellt werden, weil bestimmte Ersatzteile nicht lieferbar seien. Für die die schon gelieferten Teile wolle der Lieferant aber in aller Regel schnell sein Geld. Dem Reparaturbetrieb fehlen aber die Einnahmen, weil er halbfertige Aufträge nicht abrechnen kann.

In diesem Zusammenhang rief Schneider die Betriebsinhaber dazu auf, sich um ihre Stundenverrechnungssätze zu kümmern. Jetzt sei die Zeit, diese anzupassen – gebe es die Karosseriebaubetriebe nicht mehr, könnten Versicherungen die Autos ihrer Kunden nicht reparieren lassen, lautete sein Denkanstoß.

Lesen Sie mehr zum bayerischen Landesverbandstag in der kommenden Ausgabe der »Fahrzeug+Karosserie«  (xx)B

(ID:49752532)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung