Hensel Fahrzeugbau
„Made in Germany lebt“
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Ines Hensel und ihr Team haben ein eigenes Löschfahrzeug auf den Markt gebracht. Im Interview erklärt sie den Schritt, der gute Planung, realistische Ziele und viel Disziplin voraussetzte, und ermutigt die Fahrzeugbau-Branche, das eigene Geschäft permanent zu optimieren.
Hensel ist schon lange im Sonderfahrzeugbau aktiv. Zuletzt hat sich das Unternehmen neu aufgestellt. Ist das eine Reaktion auf die Veränderungen am Markt? Und wie hat sich dieser seit Corona entwickelt?
Ines Hensel: Der Markt hat sich innerhalb der letzten drei Jahre massiv verändert. Viele kleinere und mittlere Unternehmen, die aus dem Handwerk kamen, sahen sich über Nacht damit konfrontiert, dass aus dem Verteilmarkt ein Wettbewerbsmarkt geworden war. Was erstmal daran lag, dass plötzlich viel Fremdgeld in die Feuerwehrbranche geflossen ist. Family Offices, Großinvestoren, Hedgefonds, sie alle wollen und wollten die „Low Hanging Fruits“ ernten, die der Fahrzeugbau theoretisch bieten kann, wenn er, gut organisiert und kaufmännisch präzise, qualitativ hochwertige Produkte erzeugt. Für die Branche bedeutete das Investorengeld zunächst, dass zwei weitere der drei Big Player übernommen wurden. Nachdem Ziegler schon früher an die chinesische CIMC-Gruppe ging, folgte 2025 die Übernahme der Traditionsmarke Magirus durch Mutares sowie die des Weltmarktführers Rosenbauer durch ein Investorenkonsortium. Hinzu kommt der geplante Wachstumskurs von Schmitz, die bei Marke und Fahrzeugbau zwar seit der Übernahme weder Strahlkraft noch Erfahrungsschatz der arrivierten Hersteller aufweisen können, aber viel Geld in die Eroberung des Marktes investieren. Man darf also sagen, dass sich der gesamte Markt seit Corona neu ausrichtet. Es wird noch Jahre dauern, bis sich dieser Prozess vollständig vollzogen hat.
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