Kfz-Gewerbe Unterfranken Ein Geschäftsführer für beide Innungen

Von Krzysztof Bauch

Die Kfz-Innung Unterfranken und die Innung der Karosserie- und Fahrzeugtechnik Unterfranken haben ihre Zusammenarbeit deutlich verstärkt. Michael Frank führt nach dem Mitgliedervotum nun die Geschäfte beider Innungen.

Freuen sich über die Kooperation: (v. l.) Obermeister Roland Hoier von der Kfz-Innung, Geschäftsführer Michael Frank und Michael Seidel, Obermeister der Karosserie- und Fahrzeugtechnik-Innung Unterfranken.
Freuen sich über die Kooperation: (v. l.) Obermeister Roland Hoier von der Kfz-Innung, Geschäftsführer Michael Frank und Michael Seidel, Obermeister der Karosserie- und Fahrzeugtechnik-Innung Unterfranken.
(Bild: Kfz-Innung Unterfranken)

Der gleiche Geschäftsführer für zwei Innungen: Michael Frank, bisher bereits Geschäftsführer der Kfz-Innung Unterfranken, wurde bei der Jahreshauptversammlung Mitte Mai auch zum Geschäftsführer der Karosserie- und Fahrzeugtechnik-Innung Unterfranken gewählt.

Frank, der seit 2013 die Geschäfte der Kfz-Innung Unterfranken führt, wird ab dem 1. Juli 2022 damit zusätzlich neben der Betreuung der rund 800 Mitglieder der Kfz-Innung mit seinem Team auch die Verwaltung der anfallenden Geschäfte der 65 Betriebe der Karosserie- und Fahrzeugtechnik Innung-Unterfranken übernehmen.

Rares Modell in Deutschland

Die Geschäftsführung einer Kfz-Innung und einer Karosserie- und Fahrzeugtechnik-Innung „unter einem Dach“ sei in Bayern ein Novum und gebe es deutschlandweit nun erst zum zweiten Mal, betont Frank.

Eigentlich sollte dieser Schritt schon früher erfolgen, er musste jedoch mehrfach verschoben werden. Der Posten der Geschäftsführung bei der Karosserie- und Fahrzeugtechnik-Innung war nach dem unerwarteten Tod des langjährigen Geschäftsführers Johannes Rath seit 2019 vakant. Lucas Purmann hatte die Funktion übergangsweise übernommen.

Die Gespräche der beiden Innungsvorstände mit dem Gedanken einer gemeinsamen Geschäftsführung seien bereits früh und einvernehmlich geführt worden – allein der Mitgliederbeschluss der Karosserie- und Fahrzeugtechnik-Innung fehlte noch, so Frank. Aufgrund der Pandemie musste die Versammlung mehrmals verschoben werden. Dafür fiel nun das Votum für die Entscheidung und für Frank eindeutig aus.

Laut Michael Seidel, Obermeister der Karosserie- und Fahrzeugtechnik-Innung Unterfranken und Inhaber und Geschäftsführer von Seidel Karosserie in Mainaschaff nahe Aschaffenburg, sei dies ein längst überfälliger Schritt: „Die beiden Gewerke wachsen immer mehr zusammen. Über zwei Drittel unserer Mitglieder sind auch Mitglied in der Kfz-Innung, auch wir. Was ist deshalb naheliegender, als die Geschäftsführung der beiden unterfränkischen Innungen in eine Hand zu legen, die aber weiterhin ihre Selbstständigkeit wahren?“

„Mit Themen in der Tiefe beschäftigen“

Auch Roland Hoier, Obermeister der Kfz-Innung Unterfranken und Mitinhaber und Serviceleiter vom Autohaus Keller in Veitshöchheim nahe Würzburg, begrüßt diese Entscheidung: „Auch wir sind in beiden Innungen Mitglied. Aus Erfahrung kann ich deshalb sagen, dass es ein großer Unterschied ist, ob die Betreuung der Innungsmitglieder von hauptamtlichen Mitarbeitern durchgeführt wird, die sich mit diversen und zum Teil sehr komplexen Themen auch in der nötigen Tiefe beschäftigen können, oder ob das jemand zusätzlich zu seiner hauptberuflichen Tätigkeit durchführt. Langfristig wird diese Entscheidung für die Mitglieder der Karosserie- und Fahrzeugtechnik- Innung ein absoluter Mehrwert sein.“

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