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Texa Erfolg der Zwei-Gase-Stationen

| Redakteur: Marion Fuchs

Vor über sieben Jahren präsentierte der norditalienische Diagnosespezialist mit der Konfort 780R BiGas ein Klimaservicegerät, das zwei Kältemittel bearbeiten konnte. Eine damals umstrittene Lösung.

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Die Konfort 780R BiGas wurde mit viel Gegenwind im Markt eingeführt.
Die Konfort 780R BiGas wurde mit viel Gegenwind im Markt eingeführt.
(Bild: Texa)

Bereits zur Markteinführung der Klimaservicegeräte der Serie 700 anlässlich der Automechanika 2010 präsentierte Texa ein Gerät, mit dem gleichzeitig an dem damals üblichen Klimakältemittel R134a und dem zum damaligen Zeitpunkt bereits angekündigten, aber noch nicht eingeführten, klimafreundlichen R1234yf gearbeitet werden konnte.

Die Front gegen das Gerät war nach Unternehmensangaben enorm. Fahrzeughersteller, Marktbegleiter und andere Experten befürchteten eine Kältemittel-Vermischung im Gerät mit nachfolgender Verunreinigung der Fahrzeugklimaanlagen, die bis hin zu einer Explosionsgefahr von Gerät und Fahrzeug führen könne. Außerdem sei eine Station für beide Kältemittel in der Praxis ungeeignet und würde auch sonst mehr technische Probleme als Lösungen mit sich bringen, wurde argumentiert.

Porbleme überwunden

Mehr als sieben Jahre sind seit der Präsentation vergangen, viele tausende Geräte wurden europaweit auf den Markt gebracht und verrichten ihren Dienst in vertragsgebundenen und freien Werkstätten. Eine Reihe von Freigaben verschiedenster, darunter auch deutscher Hersteller, die der Klimastation und der vermeintlichen Vermischung der Gase auf den Grund gegangen sind, hat den Weg auch im OEM Sektor geebnet. Heiße Sommer, in denen bei elektrohydraulischen Geräten immer mit Problemen an Ventilen zu rechnen ist, wurden problemlos überwunden.

Die technische Lösung, die gleichen Kreisläufe sowohl für das R134a als auch R1234yf zu nutzen war rückblickend also die richtige Entscheidung. Damit bleiben die Komponenten des Geräts ganzjährig in Betrieb, so dass ein Festsetzen der Ventile durch deren fehlende Aktivierung über Monate (etwa im R1234yf-Kreislauf aufgrund mangelndem Auftretens solcher Fahrzeuge in der Werkstatt) nicht auftreten kann.

Das von patentierte Spülverfahren stellt sicher, dass es bei einem Wechsel des Kältemittels nicht zu Kontaminierungen kommt. Externe Labore, aber auch manche Fahrzeughersteller, haben viele Wechselzyklen gefahren und dies bestätigt. Das von Texa selbst entwickelte Kältemittelanalysegerät, mit dem die Reinheit des Kältemittels in den Fahrzeugklimaanlagen vor dem Klimaservice kontrolliert wird, würde sich hierbei ad absurdum führen, wenn reines Kältemittel abgesaugt und kontaminiertes eingefüllt werden würde.

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