ZKF-Branchentreff 2026 Besonderheiten von Aluminium-Druckguss in der Unfallreparatur

Von Christian Otto 2 min Lesedauer

Mega- beziehungsweise Gigacasting ist vor allem durch Tesla zum Hypethema geworden. Aber nicht nur der US-Autobauer setzt die Technik ein. Doch was bedeutet das für die Werkstätten, die die Fahrzeuge reparieren.

KTI-Geschäftsführer Helge Kiebach erklärt typische Schadenmechanismen, die bei Aluminiumdruckguss auftreten, wie sich diese diagnostizieren lassen und welche Reparaturen möglich und zulässig sind.(Bild:  Stefan Bausewein)
KTI-Geschäftsführer Helge Kiebach erklärt typische Schadenmechanismen, die bei Aluminiumdruckguss auftreten, wie sich diese diagnostizieren lassen und welche Reparaturen möglich und zulässig sind.
(Bild: Stefan Bausewein)

Der Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik lädt in diesem Jahr zu einem besonderen Branchentreff nach Köln, denn die dortige Karosseriebauer-Innung feiert in diesem Rahmen auch ihren 100. Geburtstag. Los geht es am 7. Mai mit einem Begrüßungsabend in der Motorworld Köln.

Am 8. Mai erwartet die Teilnehmer am Kongresstag gebündeltes Fachwissen aus der Branche. Der Branchentreff ist dabei inhaltlich wieder in zwei Symposien geteilt. Während im Pkw-Symposium unter anderem Themen wie die Reparatur von Elektroautos, Gigacasting und eine Diskussion mit Vertretern der Versicherer Allianz und HUK ansteht, nimmt das Nutzfahrzeug-Symposium unter anderem neue Vertriebswege für Aufbauhersteller, die Altfahrzeug-Verordnung und die Nachhaltigkeitsberichterstattung unter die Lupe. Neben diesem Input heißt es, die eigenen Kontakte auszubauen und das fachliche Wissen zu erweitern. Dabei soll auch eine umfassende Fachausstellung helfen.

Der Einsatz von Großgussbauteilen in der Karosseriestruktur, sogenanntes Giga-Casting, nimmt Fahrt auf. Wenige große statt vieler kleiner Bauteile sollen den Karosseriebau schneller und günstiger machen – deshalb interessieren sich weltweit die Autohersteller für diese Technik. Zudem entfallen Fügetechniken für diese Bauteile beziehungsweise Baugruppen. Auch das macht die Produktion der Karosserie schneller und preiswerter.

Europäische OEMs setzen auf mittelgroße Bauteile

Die für den Karosseriebau wichtigen Eigenschaften Stabilität, Festigkeit und Leichtbau lassen sich in einem Druckgussbauteil zudem einfacher in Einklang bringen. Insbesondere Tesla sowie die asiatischen Fahrzeughersteller treiben diese Bauweise voran. Technologie-Vorreiter Tesla hat beispielsweise bereits einen einteiligen Hinterwagen im Modell Y umgesetzt.

Das Marktforschungsinstitut Schlegel und Partner hat untersucht, ob die verschiedenen internationalen Automobilhersteller in der Lage sind, große Druckgussbauteile im Karosseriebau einzusetzen. Demnach nimmt beispielsweise in China der Einsatz von großen gegossenen Karosserieteilen immer mehr zu; europäische und amerikanische Hersteller setzen eher auf mittelgroße funktionsintegrierte Bauteile.

Aber welche Veränderungen kommen dadurch auf die Reparatur- und Instandsetzungsfachleute in den Betrieben zu? Dieser Frage werden zwei Center Vorträge in Köln auf den Grund gehen. Das Kraftfahrzeugtechnische Institut (KTI) in Lohfelden hat die Reparaturmöglichkeiten untersucht. Geschäftsführer Helge Kiebach stellt die Ergebnisse dieser Untersuchung vor. Bernd Grüninger, Mitglied der Geschäftsleitung Dekra Automobil GmbH, stellt den KTI-Erkenntnissen die Sicht des Kfz-Sachverständigen gegenüber.

ZKF Branchentreff | 8. Mai 2026 in Köln

ZKF Branchentreff am 08.05.2026 in Köln

Der ZKF-Branchentreff am 8. Mai 2026 in Köln ist die zentrale Veranstaltung für alle Fachleute aus den Bereichen Karosserie, Lack- und Fahrzeugbau. Offen für alle Branchenteilnehmer, bietet dieses Event eine einzigartige Plattform zum Austausch, zur Weiterbildung und zum Netzwerken. Erleben Sie hochkarätige Fachvorträge, spannende Podiumsdiskussionen mit führenden Experten und nutzen Sie die Gelegenheit, sich über innovative Produkte und Zukunftstrends direkt bei den Ausstellern zu informieren.

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