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UPS Frisches Design für nachhaltiges Zustellsystem

| Redakteur: Marion Fuchs

Der weltweit tätige Logistikdienstleister betreibt in Hamburg ein nachhaltiges Zustellsystem und nutzt dafür zunehmend E-Lastenfahrräder. Zwei Mikro-Depots bekommen ein neues Design.

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Eines von zwei Mikro-Depots in Hamburg im neuen „Kleid“.
Eines von zwei Mikro-Depots in Hamburg im neuen „Kleid“.
(Bild: UPS)

Der Logistikdienstleister UPS hat zwei Mini-Paket-Hubs in der Hansestadt neu gestaltet. Das nachhaltige Zustellmodell der UPS City Logistik hat in Hamburg seinen Ursprung und wird nach Unternehmensangaben inzwischen in mehr als 30 Städten weltweit umgesetzt.

„Die Umstellung auf Zustellungen mit E-Lastenfahrrädern im Rahmen des UPS City Logistik Projekts, ist ein wichtiger Schritt auf unserem Weg, die Umweltauswirkungen von Paketzustellungen zu reduzieren“, sagt Rainer Kiehl, City Logistik Mitinitiator und Manager bei UPS Deutschland in Hamburg. „Für den Erfolg alternativer Distributionsprozesse ist entscheidend, wirtschaftlich tragfähige Strukturen zu entwickeln. Seit 2007 setzt UPS Elektrofahrzeuge für die Paketzustellung in Deutschland ein. Seit 2010 lassen wir Diesel- zu Elektrofahrzeugen umrüsten. Seit 2012 setzen wir zudem Lastenfahrräder im Paketzustelldienst ein. Damit verfolgen wir das Ziel, Staus und Emissionen in dicht besiedelten Gebieten zu reduzieren.“

UPS hat zwei Mini-Paket-Hubs in der Hansestadt umgestaltet. Pakete, die unsere Zusteller bei Versendern vor Ort abholen, werden mit zu den Containern gebracht und abends kommen die Container zurück in die UPS Niederlassung.
UPS hat zwei Mini-Paket-Hubs in der Hansestadt umgestaltet. Pakete, die unsere Zusteller bei Versendern vor Ort abholen, werden mit zu den Containern gebracht und abends kommen die Container zurück in die UPS Niederlassung.
(Bild: UPS)

Jetzt wurden die Container an den Standorten Bei der Stadtwassermühle und Welckerstraße in einem neuen, frischen Design gestaltet, das die kulturellen, langlebigen und umweltfreundlichen Themen der Stadt Hamburg und der UPS City Logistik widerspiegelt. Sie gehören zu den erfolgreichen „Mikro-Depots“ von UPS. Diese Container werden jeden Morgen in der UPS Niederlassung mit Paketen beladen und dann zu ihren Standorten gefahren. Von dort werden die Pakete zu Fuß, mit Hilfe von Sackkarren oder Lastenfahrrädern zu den Empfängern gebracht. Pakete, die unsere Zusteller bei Versendern vor Ort abholen, werden mit zu den Containern gebracht und abends kommen die Container zurück in die UPS Niederlassung.

Eine Studie der Hamburg School of Business Administration aus dem Jahr 2016 ergab, dass durch das UPS City Logistik Projekt rund 78.000 Kilometer pro Jahr sowie 14.000 Liter Diesel, 37 Tonnen Kohlendioxid (CO2) und die damit verbundenen zusätzlichen Schadstoffe beim Einsatz von Diesel eingespart werden. Grundlage dafür waren durchschnittlich 1.000 Zustellungen und 400 Paketabholungen pro Tag durch zehn UPS Mitarbeiter.

Internationales Konzept

Die umweltfreundliche Zustellung in Hamburg hat Schule gemacht: Seitdem das Projekt 2012 gestartet ist, hat UPS es in weiteren deutschen Städten wie Frankfurt, München, Dortmund, Karlsruhe, Mannheim, Offenbach und Oldenburg eingeführt. Auch international wird das Konzept mittlerweile umgesetzt, zum Beispiel in Löwen (Belgien), Paris und Toulouse (Frankreich), Dublin (Irland), London (Großbritannien) sowie in Portland, Oregon (USA).

In Hamburg setzt UPS zudem 21 rein elektrisch betriebene 7,5-Tonnen-Zustellfahrzeuge, die zuvor Dieselfahrzeuge waren, ein. Bereits im Jahr 2010 nutzte UPS das erste umgerüstete E-Zustellfahrzeug. Seitdem hat das Unternehmen seinen Fuhrpark von Elektrofahrzeugen kontinuierlich erweitert.

UPS verfolgt den Ansatz der „rollenden Labore", um herauszufinden, welche alternativen Kraftstoffe und Spitzentechnologiefahrzeuge sich am besten für unterschiedliche Routen und Einsatzgebiete weltweit eignen. Die Flotte umfasst aktuell mehr als 10.000 emissionsarme Fahrzeuge weltweit, darunter Ethanol-, Elektro-, Hybridelektro-, hydraulische Hybrid-, Erdgas- (CNG) und Flüssiggasfahrzeuge (LNG). Um seine Ziele zur Emissionsreduzierung zu erreichen, hat sich UPS zum Ziel gesetzt, bis 2025 40 Prozent seiner für die Zustellfahrzeuge benötigten Energie aus kohlenstoffarmen oder alternativen Kraftstoffen zu beziehen.

Nachhaltigkeitsinitiativen bei UPS

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