Instandsetzen statt Ersetzen Geld verdienen statt Teile tauschen

Von Konrad Wenz 5 min Lesedauer

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Rückenwind für „I statt E“ – Ersatzteile werden teurer, Fahrzeuge älter und Nachhaltigkeit wichtiger. Die Außenhautinstandsetzung wird künftig eine noch größere Rolle spielen – vorausgesetzt, Know-how und Reparaturmöglichkeiten stimmen. Hürden setzen allerdings immer wieder die OEMs.

Es müssen nicht immer die großen Schäden sein, bei denen I statt E zur Anwendung kommt – bei der Hagelschadeninstandsetzung weiß man das schon seit den Neunzigerjahren. (Bild:  Stefan Bausewein)
Es müssen nicht immer die großen Schäden sein, bei denen I statt E zur Anwendung kommt – bei der Hagelschadeninstandsetzung weiß man das schon seit den Neunzigerjahren.
(Bild: Stefan Bausewein)

Schon seit einigen Jahren beschäftigt das Thema „Instandsetzen vor Ersetzen“ die K&L-Branche. Dabei stehen drei Ziele im Fokus: die nachhaltige Reparatur, weil die Instandsetzung von Außenhautteilen Ressourcen spart, die Erhaltung der Fahrzeugstruktur, weil keine Bauteile aus dem Fahrzeug herausgeschnitten werden müssen, und die Wertschöpfung im K&L-Betrieb, die durch die Reparatur der Außenhautteile im Betrieb bleibt und nicht mit dem Teilelieferanten geteilt werden muss. Zudem bleibt dem Betrieb oft deutlich mehr Wertschöpfung als bei einem Teileersatz. Und nicht zuletzt wird durch die Instandsetzung die Unfallreparatur häufig auch preiswerter. Das heißt, für alle an einer Unfallreparatur Beteiligten, ob Betrieb, Fahrzeugbesitzer oder Versicherung, birgt die Instandsetzung Vorteile – eine Win-win-win-Situation.

Trotz dieser Vorteile wird nach wie vor mehr getauscht als repariert. Kürzlich hatte das Axalta-Werkstattnetz Repanet eine Umfrage bei seinen Mitgliedsbetrieben unter anderem auch zu diesem Thema durchgeführt. Demnach verbauen über 50 Prozent der Betriebe eher ein neues Teil, als dieses zu reparieren.