Standox Ratschläge für die erfolgreiche Reparatur von White-Pearl-Lackierungen

Redakteur: Susanne Held

Weiße Perlglanz-Lackierungen sind bei der Lackreparatur eine echte Herausforderung. Schnell kann es beim Effekt zu sichtbaren Abweichungen vom Original kommen. Daher sollte man auf einen optimalen Arbeitsablauf achten.

Firmen zum Thema

Die Reparatur weißer Perlglanz-Lackierungen stellt große Anforderungen an das Können des Lackierers.
Die Reparatur weißer Perlglanz-Lackierungen stellt große Anforderungen an das Können des Lackierers.
(Bild: Standox)

Die weißen Perlglanz-Lackierungen bestehen aus zwei Basislackschichten und rufen unter bestimmten Blickwinkeln schillernde Farbeffekte auf der Karosserie hervor. In der Lackreparatur erfordern sie einen komplexen, mehrschichtigen Aufbau. Harald Klöckner, Leiter Standox Training für Europa, Naher Osten und Afrika erklärt, worauf man achten sollte.

„Der entscheidende Faktor bei den weißen Perlglanz-Lacken ist die Effektschicht.“,so Harald Klöckner. „Und für sie gilt: Die beste Annäherung an das Original erreichen Sie mit Spritzmustern.“ Vor dem Lackierprozess sollten drei Musterbleche im Grundfarbton angefertigt werden, auf die jeweils abgestuft ein, zwei oder drei Effektgänge appliziert werden. Der Pearl-Effekt fällt auf jedem Blech etwas anders aus, aufgrund der unterschiedlichen Zahl der Lackschichten. Anhand dieser Muster lässt sich die beste Übereinstimmung mit dem Original bestimmen.

Weiterhin sollte man auf die exakte Beschriftung der Musterbleche achten. Um den Überblick nicht zu verlieren ist es ratsam, die Zahl der Effektgänge auf der Rückseite jedes Bleches zu notieren.

Bei der eigentlichen Lackierung wird zunächst der Basisfarbton deckend über die Schadstelle und in die angrenzenden Flächen einlackiert. „Eine Farbtonangleichung in angrenzende Bereiche oder Karosserieteile ist nahezu unerlässlich.“, empfiehlt Harald Klöckner. „Zudem sollten Karosserieteile bei der Reparatur von dreischichtigen Farbtönen nie einzeln, sondern immer zusammen lackiert werden.“ Da in der folgenden Basislacklasur jede Verunreinigung sichtbar bleibt, ist es wichtig, vor dem Auftrag der Effektschicht Staub und Spritznebel besonders sorgfältig zu entfernen.

„Lackieren Sie bei der Applikation der Effektschicht vom äußersten Bereich nach innen. Nutzen Sie dabei den zur Verfügung stehenden Bereich, schränken Sie sich nicht selber ein.“, rät der Experte abschließend. "Die Zahl der Spritzgänge ist entscheidend für die Übereinstimmung. So erzielt man bei der Reparatur von White Pearls ein einwandfreies Ergebnis."

(ID:44374757)