Lackierrobotik Sata testet neuen Lackierroboter zusammen mit Glasurit in einem Aribos-Betrieb

Von Christian Otto 2 min Lesedauer

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Sata will im Realbetrieb das eigene System Jetstream testen. Bei der Pilotierung des Lackierroboters holte man sich Glasurit als Lackspezialisten an die Seite und wählte das Boya Autozentrum in Hannover als Testbetrieb, das zum dritten Projektpartner Aribos gehört.

Hendrik Franke, Geschäftsführer Glasurit Autoreparaturlacke Deutschland, David Rau, Projektleiter Automatisierung Sata, und Tobias Brefeld, CEO der Aribos Group (von links) waren in Hannover, um sich den Jetstream anzuschauen. (Bild:  Glasurit)
Hendrik Franke, Geschäftsführer Glasurit Autoreparaturlacke Deutschland, David Rau, Projektleiter Automatisierung Sata, und Tobias Brefeld, CEO der Aribos Group (von links) waren in Hannover, um sich den Jetstream anzuschauen.
(Bild: Glasurit)

Ein weiterer Lackierroboter wird nun unter Realbedingungen in einer Werkstatt eingesetzt. Es handelt sich dabei um den Jetstream von Sata. Für die Pilotphase arbeitet der Roboter im Boya Autozentrum in Hannover. Der Betrieb gehört zur Aribos-Gruppe. Weiterer Partner des Projekts ist Glasurit. Der Lackhersteller begleitet demnach die Integration des Roboters unter realen Testbedingungen. Laut Angaben des Unternehmens sollen dabei vor allem die Qualität und Effizienz der Lackieranwendung im Fokus stehen.

Das System von Sata basiert auf der Technologie des T1000 des chinesischen Start-ups CurveRobot, mit dem Sata auf technischer Ebene kooperiert. Der Hersteller hat einen anderen Lackierroboter schon im Betrieb der Hänssler GmbH in Göppingen erfolgreich implementiert. Dort sind vor allem die Einsparpotenziale beim Lack sowie die Entlastung des Teams entscheidende Argumente für den Einsatz.

Beim Projekt in Hannover sind die Aufgaben klar verteilt: BASF Coatings bringt die langjährige Expertise im Bereich Automatisierung durch innovative, digitale Lackierlösungen ein. Sata wiederum steht als Technologie‑ und Applikationsspezialist für eine umfassende Erfahrung in der Lackiertechnik. Und Boya ist als K&L-Betrieb erfahrener Sparringspartner.

Auch als Trainings- und Qualifzierungs-Baustein einsetzbar

David Rau, Projektleiter Automatisierung Sata: „Im Rahmen dieses Projekts legt Glasurit den Fokus auf die Integration des Roboters in bestehende Lackierprozesse sowie die Sicherstellung einer konstant hohen Oberflächen‑ und Lackqualität. Dazu gehören die Entwicklung von auf Glasurit-Materialien abgestimmte Lackierprogramme, Bewertungen der Lackeigenschaften und begleitende Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Da die genaue Abstimmung der Applikationsbahnen für ein perfektes Lackierergebnis essenziell ist, hat Glasurit als der erste Lackhersteller für den Jetstream und die Reihe 100 abgestimmte Lackierprogramme entwickelt.“ Rau sieht vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels den Lackierroboter auch als Tool für moderne Trainings- und Qualifizierungskonzepte.

Auch Alexander Bru, Regional Business Manager DACH bei Glasurit sieht Automatisierung als einen wichtigen „Baustein, um Betriebe angesichts steigender Anforderungen, Effizienzdruck und Fachkräftemangel zu unterstützen.“ Glasurit biete schon jetzt den nahtlosen Zugang zu digitalen Farb-, Geschäfts- und Trainingslösungen. Diese seien laut Bru „eine zentrale Voraussetzung, um die Robotik-Anwendung effizient zu analysieren und kontinuierlich weiterzuentwickeln.“

Zuletzt freute sich auch Tobias Brefeld, CEO der Aribos Group über die Kooperation: „Automatisierungslösungen werden in der Zukunft immer wichtiger in unserer Industrie." Innerhalb der Gruppe wolle man demnach beim Thema Innovationen eine starke Lernkurve erreichen. Das Projekt stehe sinnbildlich dafür.  (co)

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