ZF Aftermarket Schwungrad bei Kupplungswechsel prüfen

Redakteur: Lena Sattler

ZF Aftermarket empfiehlt, das Schwungrad eines Nutzfahrzeugs bei jedem Kupplungswechsel zu untersuchen. Somit können Werkstätten den Verschleiß am Material erkennen und das Bauteil im Notfall austauschen.

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Beim Schwungrad kann es zu Verschleiß kommen: Deshalb rät ZF Aftermarket zur Überprüfung des Bauteils bei Kupplungswechsel an Nutzfahrzeugen.
Beim Schwungrad kann es zu Verschleiß kommen: Deshalb rät ZF Aftermarket zur Überprüfung des Bauteils bei Kupplungswechsel an Nutzfahrzeugen.
(Bild: ZF Friedrichshafen)

Nach einem Kupplungswechsel am Lkw rückt die Kupplung immer noch ruckartig ein und macht das Anfahrverhalten unharmonisch? Dann ist möglicherweise das Schwungrad verschlissen. Das Bauteil ist nicht in den üblichen Kupplungs-Ersatzteilkits enthalten, weil es sehr langlebig ist. Dennoch wird es durch Nutzung abgetragen.

Die Reibfläche ist um wenige Zehntelmillimeter konisch und mit bloßem Auge kaum sichtbar. Sie ist so geformt, damit sich die Reibscheibe nicht abrupt anlegt, sondern der Anfahrvorgang möglichst sanft erfolgt. Doch dieser Konus kann sich durch langen Gebrauch abnutzen. Dann stellt sich der Kraftschluss beim Einrücken der Kupplung übergangslos her, was beim Anfahren stört. Das Ruckeln kann auch Folgeschäden am Antriebsstrang nach sich ziehen.

Anlasserzahnkranz ebenfalls von Verschleiß betroffen

Es gibt aber noch eine weitere verschleißintensive Stelle am Schwungrad: den Anlasserzahnkranz. Da der Motor während der Nutzungszeit mehrere Tausend Mal gestartet wird, greift auch das Anlasserritzel entsprechend häufig in den Zahnkranz ein und trägt dadurch ebenfalls Material ab. Startprobleme, örtliche thermische Überlastungen oder Rissbildungen in der Auflagefläche können die Folge sein.

Deshalb empfiehlt die Aftermarket Division von ZF, einem Zulieferer für Nutzfahrzeuge- und Antriebstechnik, dass Werkstätten von Nutzfahrzeugen das Schwungrad des Fahrzeugs bei jedem Kupplungswechsel prüfen sollen, um Folgeschäden zu vermeiden.

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