Automechanika 2026 SilverDAT 3 erhält KI-Upgrade

Von Malika Matkarimova 2 min Lesedauer

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Automatische Bild- und Spracherkennung sowie KI-basierte Teilevorschläge ergänzen künftig die Kernfunktionen des Tools. Zur Messe zeigt die DAT zudem das Telematiktool SilverDAT Connect und weitere Neuheiten.

Zum Update gehört die automatische Bilderkennung bei der Schadenaufnahme, die sichtbare Beschädigungen an sämtlichen Bauteilen identifiziert.(Bild:  DAT)
Zum Update gehört die automatische Bilderkennung bei der Schadenaufnahme, die sichtbare Beschädigungen an sämtlichen Bauteilen identifiziert.
(Bild: DAT)

Die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) präsentiert in Frankfurt am Main mehrere Neuheiten und Weiterentwicklungen ihrer Produktpalette. Im Mittelpunkt stehen ein KI-Upgrade für das Kernprodukt SilverDAT 3, eine neue Big-Data-Produktfamilie sowie ein Telematikdaten-Angebot für Flottenbetreiber.

Das Kernprodukt SilverDAT 3 bekommt ein KI-Upgrade. Neben den bestehenden Funktionen zur Fahrzeugidentifikation, -bewertung und Reparaturkostenkalkulation stehen künftig optional KI-basierte Zusatzfunktionen zur Verfügung. Dazu zählt eine automatische Bilderkennung, die sichtbare Beschädigungen an Fahrzeugbauteilen bei der Schadenaufnahme identifizieren soll. Über die Spracherkennung können Anwender zudem erkannte Schäden per Smartphone diktieren; die Sprachaufzeichnung wird laut DAT automatisch in eine Reparaturkostenkalkulation übersetzt. Als dritte KI-Funktion sollen bei der Kalkulation automatisiert ergänzende Teile vorgeschlagen werden können. Die bislang separaten Anwendungen Fast Track AI und Silvie sowie die neue Funktion Parts Completion Service sind damit vollständig in SilverDAT 3 eingebunden.

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Über das KI-Upgrade hinaus hat das Unternehmen weitere Funktionen in die Software integriert. Dazu zählen die Fahrzeugzulassung (i-Kfz), das Erfassen von Daten aus dem Fahrzeugschein per Scanner sowie das Auslesen von Informationen aus Diagnosegeräten für die Reparaturkostenkalkulation. Hinzu kommen eine Überarbeitung des DAT Eurolack-Systems und die Einbindung von RepairPedia, die Zugriff auf OE-Reparaturanleitungen bietet.

Ergänzend stellt die DAT eine neue Produktfamilie auf Basis von Big Data vor. Die sogenannten Dashboard-Produkte fassen unterschiedliche Informationen grafisch aufbereitet zusammen. Dazu zählen der Vehicle Value Tracker für Wertverläufe und -prognosen von Gebraucht- und Neuwagen, der Repair Cost Tracker für die Entwicklung von Reparaturkosten, der Green Repair Tracker sowie der Emission Tracker zur Ermittlung von CO2-Emissionen bei Reparaturen und Flotten sowie der künftig verfügbare TCO Tracker zur Analyse von Pkw-Haltekosten.

Mit SilverDAT Connect bietet die DAT erstmals ein Produkt an, das Telematikdaten für die Steuerung von Flotten und Fuhrparks nutzbar machen soll. Die Anwendung richtet sich an Fuhrparkleiter und Flottenverantwortliche und kombiniert nach Angaben Telematikdaten mit Informationen aus dem DAT-Datenuniversum. Ohne zusätzliche Hardware sollen Nutzer damit für ihre Fahrzeuge GPS-Standortinformationen, Füllstände von Akkus oder Kraftstofftanks, Kilometerstände, Servicebedarfe, Fehlerstatusanzeigen und CO2-Emissionen einsehen und automatisiert etwa mit Fahrzeugwerten verknüpfen können.

Zum Start der Automechanika erweitert die DAT zudem die Bewertung gebrauchter elektrifizierter Fahrzeuge. Nutzer von SilverDAT 3 können den Gesundheitszustand des Antriebsakkus (SoH) künftig nicht nur bei batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV), sondern auch bei Plug-in-Hybriden (PHEV) als wertbeeinflussenden Faktor berücksichtigen. Der von verschiedenen Anbietern ermittelte prozentuale SoH-Wert lässt sich laut DAT direkt in die Fahrzeugbewertung eintragen; die Auswirkung auf den Fahrzeugwert wird automatisch in einem Euro-Betrag errechnet.

Ein weiterer Schwerpunkt des Messeauftritts liegt auf Daten für historische Fahrzeuge. Der Zugriff auf Bewertungsdaten von Fahrzeugen, die älter als 20 Jahre sind, ist laut DAT seit Mitte 2026 in der Anwendung für Kfz-Sachverständige verfügbar. Mit Start der Automechanika erhalten auch Werkstätten, die SilverDAT nutzen, Zugang zu Informationen über die Teileverfügbarkeit für Young- und Oldtimer. Über die sogenannte Ersatzteiloptimierung stehen dabei auch Teileinformationen zur Verfügung, die nicht vom ursprünglichen Fahrzeughersteller stammen, etwa weil entsprechende Teile nicht mehr produziert werden oder die jeweilige Fahrzeugmarke nicht mehr existiert.

Der Messestand der DAT befindet sich in Halle 11.0, Stand C25, direkt neben dem Innovation-Hub Zukunftswerkstatt 4.0.

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