Kunststoffreparatur I statt E für Kunststoffbauteile

Von Konrad Wenz 3 min Lesedauer

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Stickstoff statt Heißluft, Ultraschall statt Zweikomponentenkleber: Karosseriebaumeister Salvatore Palumbo hat die Entwicklung eines Reparatursystems unterstützt, das Kunststoffinstandsetzungen reproduzierbar macht und den Austausch vieler Bauteile überflüssig.

AIT nutzt für das Kunststoffschweißen Stickstoff, den ein im Gerät integrierter Generator liefert. Den Stickstoff generiert das Gerät aus der normalen Werkstattdruckluft. Das Kombigerät Proweld 3 eröffnet zudem die Möglichkeit zum Ultraschallschweißen und wird auf der Automechanka im September vorgestellt.(Bild:  Wenz)
AIT nutzt für das Kunststoffschweißen Stickstoff, den ein im Gerät integrierter Generator liefert. Den Stickstoff generiert das Gerät aus der normalen Werkstattdruckluft. Das Kombigerät Proweld 3 eröffnet zudem die Möglichkeit zum Ultraschallschweißen und wird auf der Automechanka im September vorgestellt.
(Bild: Wenz)

Kunststoffbauteile gehören zum Alltag jeder Karosserie- und Lackierwerkstatt. Und obwohl der wirtschaftliche Druck kontinuierlich steigt, werden diese Bauteile regelmäßig ausgetauscht. Eingerissene Stoßfänger, abgebrochene Sensorhalter, Halteclips und/oder herausgebrochene Befestigungslaschen führen unter anderem zum Tausch der Kunststoffteile. Angesichts steigender Ersatzteilpreise und zunehmender Nachhaltigkeitsvorgaben eine Vorgehensweise, die der Betrieb einmal überdenken sollte.

Techniker und Ingenieure des italienischen Unternehmens AIT Induction entwickelten für die Kunststoffreparatur das Proweld 3, ein Kunststoffreparaturgerät, welches das klassische Heißgas-Schweißtechnik mit einem integrierten Stickstoffgenerator und einem Ultraschallschweißverfahren kombiniert. Der Karosseriebaumeister und Kfz-Techniker Salvatore Palumbo lieferte AIT wertvolle Tipps aus den Anforderungen seines eigenen Werkstattbetriebs. Denn nur mit der Erfahrung aus der Praxis kann ein Gerät effektiv in den Werkstätten funktionieren, ist Palumbo überzeugt. Genau das war dann auch seine Triebfeder: Er wollte die vom Hersteller entwickelten Features so praxisnah einsetzen, wie es nur möglich ist.