Energie- und Materialkosten Stundenverrechnungssatz an die gestiegenen Preise anpassen!

Von Peter Diehl

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Vor dem Hintergrund signifikant höherer Energiekosten und der Gasumlage drohen Betrieben geringere Renditen oder gar Verluste. Der ZKF rät, den Stundenverrechnungssatz sowohl gegenüber Endkunden als auch im Geschäft mit gelenkten Versicherungsschäden schnell anzupassen.

Betriebe müssen ihre Stundenverrechnungssätze anpassen – sowohl gegenüber Endkunden als auch im Geschäft mit gelenkten Versicherungsschäden.
Betriebe müssen ihre Stundenverrechnungssätze anpassen – sowohl gegenüber Endkunden als auch im Geschäft mit gelenkten Versicherungsschäden.
(Bild: Diehl – »Fahrzeug+Karosserie«)

Neben Heizöl ist Erdgas der Hauptenergieträger im Kfz-Handwerk, insbesondere im Karosserie- und Fahrzeugbau. Als größte Einzelverbraucher sind Lackieranlagen zu nennen. Die ab 1. Oktober 2022 zu zahlende Gasumlage von 2,419 Cent plus Mehrwertsteuer verteuert Erdgas zusätzlich. Zudem weist der Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik e. V. (ZKF) darauf hin, dass „seit dem russischen Angriff auf die Ukraine sich nicht nur der Gaspreis verteuerte, sondern auch der Strom- und Heizölpreis sprunghaft gestiegen sind. Aber auch die Preise für Lackmaterial entwickelten sich überproportional zu den Vorjahren nach oben. Parallel ist ein identischer Trend bei Lohnkosten, Ersatzteilpreisen und deren Nachlässen festzustellen.“

Konkret warnt der ZKF seine Mitgliedsbetriebe mit diesen Worten: „Passen Sie Ihre betriebsindividuelle Kalkulation an die enorm gestiegenen Preise, wie den Gas- und Heizölpreis, aber auch den zu erwartenden Strompreis an. Insbesondere Unfallreparaturwerkstätten in der Schadenlenkung der Marktführer binden sich an Auftraggeber und Versicherungen in der Regel zu Beginn des Jahres für eine gewisse Zeitspanne zu fixen Stundenverrechnungssätzen, die diese Preissteigerungen nicht berücksichtigen konnten. Die Konsequenz für die Betriebe ist, dass diese das Risiko der stark steigenden Energie- und sonstigen Kosten allein tragen müssen.“

Als Hilfestellung zur Berechnung des Stundenverrechnungssatzes empfiehlt ZKF-Hauptgeschäftsführer Thomas Aukamm, das Kalkulationsschema des ZKF zu nutzen. Abrufbar ist das Schema auf der Website des ZKF unter dem Navigationspunkt Betriebswirtschaft. Zitat aus einer Mitteilung des Verbands: „Diese individuelle Berechnung ist eine wirtschaftliche Grundlage für Betriebe im Karosserie- und Fahrzeugbau, um alle Kosten zu decken, ausreichend Renditen zu erwirtschaften, Rücklagen und Investitionen zu bilden sowie Liquiditätsreserven zu schaffen.“

Plus 7 bis 9 Euro allein für Energie

Thomas Aukamm ergänzt: „Dies ist für Betriebe überlebenswichtig, um zahlungsfähig zu bleiben. Es müssen sich nun die beiden größten Auftraggeber in der Schadensteuerung der Lage bewusst sein, dass mit einem Beharren auf den vor Monaten festgelegten und mit einem um 1 bis 3 Euro erhöhten Stundensatz keinesfalls die Energiekostensteigerung abzufangen ist. Die Betriebe steuern auf eine Situation zu, die am Ende nur den Ausweg aus der Versicherungs-Schadensteuerung zulässt, wenn keine Änderungen eintreten. Die ersten Schätzungen des ZKF gehen je nach Betrieb von notwendigen 7 bis 9 Euro pro Stunde zusätzlich über das gesamte Jahr gesehen allein für Energie aus.“

Als weiteres Hilfsmittel, auch im Hinblick auf Energieeffizienz und Klimaschutz, empfiehlt der ZKF das sogenannte E-Tool des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Das E-Tool wurde entwickelt, um Geschäftsführer, Energieberater und andere Interessierte auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz im eigenen Unternehmen zu unterstützen. Erreichbar ist das Tool über die Website www.energie-tool.de. 

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