ZKF Wachsendes Oldtimergeschäft

Redakteur: Slawa Schaub

Restaurierte Klassiker erleben jährlich ein Wertwachstum von sieben Prozent. Ihre zunehmende wirtschaftliche Wichtigkeit fordert Werkstätten und Sachverständige daher auf, ihre professionelle Beratung auszuweiten.

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BVSK-Präsident Harald Brockmann (links), Bundestagsabgeordneter Carsten Müller (2. v. links), Geschäftsführer von Autorechtaktuell Elmar Fuchs (2. v. rechts) und ZKF-Präsident Peter Börner auf dem ersten Oldtimer-Kongress für Recht und Schaden am 3. und 4. Juni 2016 in Friedberg.
BVSK-Präsident Harald Brockmann (links), Bundestagsabgeordneter Carsten Müller (2. v. links), Geschäftsführer von Autorechtaktuell Elmar Fuchs (2. v. rechts) und ZKF-Präsident Peter Börner auf dem ersten Oldtimer-Kongress für Recht und Schaden am 3. und 4. Juni 2016 in Friedberg.
(Bild: ZKF)

Über 120 Experten aus der Restaurierung und Reparatur, Unfallschadenabwicklung und Recht thematisierten auf dem ersten Oldtimer-Kongress für Recht und Schaden in Friedberg die wesentlichen Herausforderungen des Oldtimergeschäfts. Auf dem Gelände von ZKF und der Eurogarant Autoservice AG informierten und vernetzten sich die Teilnehmer und konnten rund 20 ausgestellte Oldtimer besichtigen.

Aktuell gibt es in Deutschland rund 350.000 Fahrzeuge mit H-Kennzeichen. Dabei sollen laut einer Marktstudie die jährlichen Ausgaben zwischen 1.600 und 4.000 Euro pro Fahrzeug liegen. BVSK-Präsidenten Harald Brockmann zufolge wird das Oldtimergeschäft stabil wachsen, während die allgemeinen Schadenraten weiter absinken sollen. Restaurierte historische Fahrzeuge erleben eine jährliche Wertsteigerung von rund sieben Prozent. Wegen dieser zunehmenden wirtschaftlichen Bedeutung wird die professionelle Kundenberatung durch Werkstätten und Sachverständige daher immer wichtiger.

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Mit dem ersten Kongress haben die Verbände eine neue Plattform geschaffen, die Experten zusammenführen sowie Werkstätten, Sachverständige und Rechtsanwälte vernetzen soll. Ausgerichtet wurde er von ZKF, ZDK und BVSK unter der Organisation von Autorechtaktuell und Eurogarant Autoservice. Das Themenspektrum der Veranstaltung war breit gefächert. Es ging von juristischen Fragen zu Bewertung, Kauf und Unfallschadenabwicklung über Beispiele aus der (außer)gerichtlichen Praxis bis hin zu Möglichkeiten der Wertsteigerung durch Korrosionsschutz.

Der Bundestagsabgeordnete Carsten Müller stellte bei der Unesco sogar einen Antrag auf Anerkennung von Oldtimern als immaterielles Kulturerbe. Laut dem Vorsitzenden des Parlamentskreises „Automobiles Kulturgut“ verkörpern die historischen Klassiker Industrie- und Berufsgeschichte. Ihrer aller Anliegen sei, beides zu erhalten.

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