Suchen

20 Jahre auf Wasser basierender Autoreparaturlack in der Werkstatt:

Redakteur: Redaktion Fahrzeug + Karosserie

Das ICI-Team 1992, von links hinten nach rechts hinten: Dirk Sokol, Rainer Blaszik, Bernd Hoffmann, Andreas Kaufmann, Kurt Kilian, Lothar Overbeck; von links Mitte nach rechts Mitte:Klaus Gorille, Dirk Lietz, Hans-Joachim Hofmann, Uwe Rehfeld; ganz vorne: Rüdiger Potysch   Eine Innovation mit Geschichte: Auch 20 Jahre nach seiner Einführung ist der Wasserbasislack Aquabase von Nexa Autocolor erfolgreich im Markt.

Firmen zum Thema

(Archiv: Vogel Business Media)
Die zweite Generation „Aquabase Plus“ steht nunmehr seit fünf Jahren zur Verfügung.

Er war der erste Wasserbasislack für die Autoreparatur weltweit, eine echte Innovation – und wurde bei seiner Markteinführung erst einmal kritisch beäugt: Aquabase von Nexa Autocolor (damals noch unter ICI Autocolor). „Als wir unser neues Produkt auf der Automechanika 1992 vorstellten, prophezeite man uns, dass ein Reparaturlack auf Wasserbasis keine Zukunft habe“, erinnert sich Adrian Ball, Marketing-Manager Nexa Autocolor. „Das erinnert ein wenig an die Geschichte des Internets: Auch hier ignorierten oder unterschätzten viele Unternehmen und Branchen zunächst seine Bedeutung.“ Spätestens seit der Einführung der VOC-Richtlinie sind Wasserbasislacke nicht mehr aus der Fahrzeugreparaturlackierung wegzudenken.

Ein Vorreiter mit deutlichen Vorteilen

Und auch die war 1992 etwas völlig Neues: „Für Aquabase haben wir damals die Microgel-Technologie entwickelt“, erläutert Adrian Ball, der damals selbst in die Entwicklung im Labor eingebunden war. „Diese liefert die Viskositätseigenschaften, die die Werkstatt bei der perfekten Reparaturlackierung unterstützen: eine hohe Viskosität im Gebinde, die ein Aufrühren unnötig macht, eine niedrige Viskosität während des Lackierens, die eine sehr gute Applikation gewährleistet, sowie nach der Applikation wiederum eine hohe Viskosität auf der Oberfläche, aufgrund der sich die Aluminiumplättchen sehr gut anordnen.“

Der größte Vorteil des Systems liege aber in seiner Farbtongenauigkeit. Dies beginne bei Mischlacken, deren Stabilität es ermöglicht, dass auf klassische Rührwerke verzichtet werden kann. Die Microgel-Technologie verhindere ein Absetzen der Pigmente im Gebinde und sichert somit eine gleichbleibende Qualität der Mischlacke. Die Mischlacke müssen vor Gebrauch nur kurz aufgeschüttelt werden. Darüber hinaus ermöglicht die Microgel-Technologie nicht nur ein viel exakteres Ausmischen, sondern sorgt auch für ein optimales Ausrichten der Farbpigmente sowie eine sichere Farbtonreproduzierbarkeit auf dem Reparatur-Teil, betonte Ball.

Dieses Hildener Team hat damals die Markteinführung begleitet und ist auch 20 Jahre später noch dabei: Anwendungstechniker Rüdiger Potysch, Bernd Hoffmann und Klaus Gorille. Sie setzen ihr Wissen und ihre Erfahrung für die Entwicklung neuer Produkte und Verfahren ein“, so Adrian Ball.

Die zweite Generation: Aquabase Plus

Mit der Markteinführung von Aquabase hat Innovator Nexa Autocolor sich jedoch nicht zurückgelehnt. Ganz im Gegenteil begann das Team aus Hilden mit der Einführung des ersten Wasserbasislacks direkt mit der Weiterentwicklung. 2007 wurde mit Aquabase Plus die zweite Wasserbasislack-Generation eingeführt, ergänzt als weltweit erste Nachfolgegeneration eines Wasserbasislacksystems heute schon im fünften Jahr das ökologische Konzept des Lackherstellers.

„In dieses System haben wir alle Lernprozesse und Markterfahrungen einfließen lassen, die wir und unsere Partner mit Aquabase gemacht haben“, erklärt Adrian Ball. „Für Aquabase Plus haben wir die Microgel-Technologie weiterentwickelt, sodass eine noch schnellere Verarbeitungsgeschwindigkeit und eine weiter verkürzte Trocknungszeit möglich geworden sind.“ Weiterer Pluspunkt: ein neu entwickeltes Farbtonfindungssystem mit original lackierten Paspeln und Farbtonmessgerät für die nochmals vereinfachte, noch exaktere Farbtonbestimmung.

 

 

 

(ID:67)