TÜV Rheinland Ausbildung zum Prüfingenieur

Redakteur: Susanne Held

In seinem neuen Ausbildungszentrum in Niederzier bildet der TÜV Rheinland künftig jährlich rund 75 Prüfingenieure aus.

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Der TÜV Rheinland bildet in seinem neuen Ausbildungszentrum in Niederzier Prüfingenieure aus.
Der TÜV Rheinland bildet in seinem neuen Ausbildungszentrum in Niederzier Prüfingenieure aus.
(Bild: TÜV Rheinland)

Voraussetzung für die Teilnahme an den drei achtmonatigen Lehrgängen ist ein abgeschlossenes Ingenieurstudium mit den Fachhochschul- oder Universitätsabschlüssen Bachelor, Master oder Diplom der Fachrichtungen Maschinenbau, Kraftfahrzeugbau, Fahrzeugtechnik oder Elektrotechnik. Die Bewerber sollten außerdem im Besitz sämtlicher Führerscheinklassen, außer Klasse D, sein. Berufserfahrung ist nicht erforderlich. Nach der Ausbildung folgt die Prüfung bei der Aufsichtsbehörde, dem Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die Ausbildung zum Prüfingenieur selber gliedert sich in drei Fachgebiete. Zunächst wird der Bau und Betrieb von Kraftfahrzeugen gelehrt, gefolgt von Sachverständigkeit sowie rechtliche Aspekte wie Straßenverkehrsrecht, hoheitlicher Auftrag und Haftungsrecht. Abschließend müssen die Auszubildenden ihre Prüfung ablegen, die aus einem schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil besteht. Hierbei müssen die Anwärter im Straßenverkehr und auf einem Übungsplatz der Prüfungskommission zeigen, dass sie die verschiedenen Fahrzeuge beherrschen.

Die Erfolgsquote der Absolventen der Prüfung liegt bei stolzen 95 Prozent. Der TÜV Rheinland setzt die neuen Prüfingenieure in der Regel in seinen Prüfstützpunkten bei Werkstätten und Fuhrparks ein. Um an den technischen Prüfstellen zu arbeiten, muss nach 18 Monaten Berufserfahrung eine zweite Ausbildung zum amtlich anerkannten Sachverständigen absolviert werden. Die Sachverständigen sind dazu berechtigt, neben dem Kfz-Prüfgeschäft auch Führerscheinprüfungen abzunehmen. Weiterhin dürfen sie Eintragungen, wie andere Reifen/Räderkombinationen oder Fahrwerkskomponenten, vornehmen und Einzelabnahmen, zum Beispiel bei Importfahrzeugen oder Oldtimern, durchführen.

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