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Varta Boomendes Batteriegeschäft dank Corona?

Autor: Ottmar Holz

Während der Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie stand sich so manches Auto nicht nur die Reifen platt. Auch die Starterbatterien könnten gelitten haben – davor warnen die Batterieexperten von Varta und geben Tipps für die Batteriepflege.

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Ein kurzer Batterietest zwischendurch ist schnell erledigt und fördert die Kundenzufriedenheit.
Ein kurzer Batterietest zwischendurch ist schnell erledigt und fördert die Kundenzufriedenheit.
(Bild: © 2015 Kochstrasse™ – Agentur für Marken GmbH)

Schlagartig parkte eine ganze Nation. Zigtausende Arbeitnehmer pendeln nicht mehr mit dem Auto täglich zur Arbeit, sei es wegen Homeoffice oder Kurzarbeit 0. Millionen Pkws wurden nur noch sporadisch zum Einkaufen oder gar nicht mehr bewegt, da auch Ausflüge und Shopping nicht möglich waren. „Schadet das meiner Batterie?“, fragen sich zu Recht viele Autofahrer.

Eine kleine Entwarnung geben die Batterieexperten von Clarios, dem in Europa mit der Marke Varta führenden Batteriehersteller. „Wenn sich die Batterie in einem guten Zustand befindet, gibt es keinen Grund, sich Sorgen zu machen“, versichert Ulrich Germann, technischer Schulungsleiter bei Clarios. „Wenn die Menschen beispielsweise im Urlaub sind, ist es nicht ungewöhnlich, dass ein Fahrzeug einige Wochen nicht verwendet wird“, erklärt er.

Im Zweifelsfall besser prüfen lassen

Der europäische Batteriestandard schreibt vor, dass Batterien darauf ausgelegt sein und nach einigen Wochen der Inaktivität wieder normal funktionieren müssen. „Die Entladung einer in gutem Zustand befindlichen Batterie beträgt weniger als drei Prozent pro Monat. Kritisch wird es nur unterhalb eines Ladezustands von 12,4 Volt. Es reicht, wenn Sie die Spannung von Zeit zu Zeit überprüfen und die Batterie erneut laden, sobald die Spannung unter 12,4 Volt fällt“, so Germann.

Diese und weitere Tipps wie „Batterie gelegentlich im Fahrzeug aufladen“ oder „Türen und Kofferaum immer bei längerer Standzeit verriegeln, damit die Steuergeräte in den Sleepmodus gehen“ werden Endverbraucher nun auch in den Tageszeitungen und Annoncenblättchen auf den einschlägigen Autoseiten öfter lesen können.

Doch – Hand aufs Herz – welcher Autofahrer ist dazu bei seinem Golf Sieben noch in der Lage? Und nicht umsonst gibt es bei vielen Automobilen einen Transportmodus, in dem unnötige Stromverbraucher vor dem erstmaligen Verkauf des Fahrzeugs nach der Produktion komplett abgeschaltet werden, um die Batterie bis zum Verkauf nicht zu schädigen. Doch diesen Modus erneut zu aktivieren, übersteigt die Fähigkeiten der meisten Autobesitzer definitiv.

Varta unterstützt die Werkstätten

Viele verunsicherte Kunden werden daher in nächster Zeit in die Werkstatt fahren und Ihre Batterie prüfen lassen. Über die Suchfunktion auf der Varta-Website können Fahrzeughalter schnell den nächstgelegenen Varta-Partner für einen kostenlosen Batteriecheck finden. Varta unterstützt die Werkstätten dabei mit dem Batterietest-Check-Programm und hat auch einige Tipps zusammengestellt, die man den Kunden mit auf den Weg geben kann:

  • Türen und Kofferraum verriegeln und während der Standzeit möglichst auch nicht öffnen, um den Stromverbrauch durch die Steuergeräte gering zu halten
  • Batterie trocken und sauber halten, um Kriechströme zu vermeiden
  • auf kurzen Fahrten unnötige Verbraucher wie das Radio auslassen und elektrische Fensterheber und Schiebedachöffner nicht betätigen
  • Klimaanlage nur auf kleiner Stufe laufen lassen
  • Batterie zum Laden nicht ausbauen, dadurch können Daten verloren gehen

Grundsätzlich empfehlen die Spezialisten von Varta jedem Werkstattinhaber, gerade den Besitzern älterer Autos jetzt einen kostenlosen Batteriecheck anzubieten. Für das richtige Prüfen einer Start-Stopp-EFB oder AGM-Batterie muss die Werkstatt jedoch entsprechende Tester besitzen und die individuellen Testroutinen der Fahrzeughersteller beachten.

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Über den Autor

 Ottmar Holz

Ottmar Holz

Redakteur Service und Technik