ADAC Deutscher Oldtimerbestand in Wort und Bild

Autor: Steffen Dominsky

Auf Basis der jährlich vom Kraftfahrtbundesamt veröffentlichen Zahlen hat der Automobilclub die für den hiesigen Oldtimermarkt relevanten Ergebnisse grafisch übersichtlich aufgearbeitet. Eine Erkenntnis dabei: Die neuen Bundesländer holen oldiemäßig deutlich auf.

Den KBA-Zahlen zufolge stieg der Bestand an Oldtimern mit und ohne Historienkennzeichen im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent auf nunmehr 660.520.
Den KBA-Zahlen zufolge stieg der Bestand an Oldtimern mit und ohne Historienkennzeichen im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent auf nunmehr 660.520.
(Bild: ADAC)

Regelmäßig im Frühling veröffentlicht das Kraftfahrt-Bundesamt eine Auswertung der Bestandszahlen der Kraftfahrzeuge und -Kraftfahrzeuganhänger zum 1. Januar. Der ADAC hat die Zahlen analysiert und folgende relevanten Ergebnisse zusammengefasst: So stieg laut dem Flensburger Amt der Bestand an Oldtimern mit und ohne historischem Kennzeichen im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent auf nunmehr 660.520 Stück. Damit wurden im letzten Jahr 65.474 mehr Kfz und Kfz-Anhänger als historische Kraftfahrzeuge in Deutschland zugelassen.

Den größten Anteil an Oldtimerfahrzeugen bilden mit 88,5 Prozent die Pkw (584.509 Fahrzeuge), gefolgt von den Lastkraftwagen (4,8 Prozent/31.536) und den Zugmaschinen (3,1 Prozent/20.462). Motorräder haben lediglich einen Anteil von 2,6 Prozent/17.258. Omnibusse (0,1 Prozent/542), Kfz-Anhänger (0,1 Prozent/ 516) und sonstige Kfz (0,9 Prozent/5.697) bilden in der Statistik eine vernachlässigbare Größe.

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Vom Gesamtbestand mit 66,9 Mio. zugelassenen Kfz und Kfz-Anhängern haben etwa ein Prozent den Oldtimer-Status. Nicht jedes Fahrzeug, das theoretisch mit einem H-Kennzeichen zugelassen werden könnte, wird tatsächlich als Oldtimer zugelassen. Bei den Oldtimer-Pkw mit und ohne H-Kennzeichen waren es 584.509. Das entspricht einem Anteil von 59,4 Prozent. Was dieses Gesamtergebnis nicht beinhaltet, ist jene Zahl an Fahrzeugen, die vorübergehend abgemeldet sind, bzw. mittels Oldtimer-Wechselkennzeichen („07er-Nummer“) bewegt werden. Die Beratungsgesellschaft BBE Automotive schätzt diese Zahl auf 200.000 Fahrzeuge.

Die Aufteilung nach Altersgruppen zeigt auf: Die Gruppe der Fahrzeuge, die mindestens 40 Jahre und älter sind, ist im Verhältnis zu Fahrzeugen mit einem Alter zwischen 30 und 39 Jahren in den letzten zehn Jahren deutlich angewachsen. Diese Zahlen belegen, dass es eine Schwemme an Youngtimern gibt, so wie es in Oldtimerkreisen immer wieder einmal diskutiert wird.

Neue Bundesländer holen oldiemäßig auf

Ein Blick auf die die Zuwächse der Oldtimer mit und ohne H-Kennzeichen in den Bundesländern zeigt: Die Akzeptanz der Oldtimer und damit verbunden die Zulassungszahlen speziell in den neuen Bundesländern haben sich in den letzten zehn Jahren überproportional erhöht. So haben die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern den Bestand mehr als verdoppelt und liegen damit deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt. Automobiles Kulturgut werde auch hier immer beliebter, so der ADAC.

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Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group