Suchen

Peugeot Elektrischer Transporter-„Experte“

| Redakteur: Dr. Holger Schweitzer

Peugeot bringt den Expert als vollelektrischen Transporter auf den Markt. Ab Herbst 2020 soll der eExpert in zwei Batterievarianten erhältlich sein. Auch an branchenspezifische Aus- und Umbauten haben die Franzosen gedacht.

Firmen zum Thema

Ab Herbst 2020 soll der vollelektrische Peugeot Expert erhältlich sein.
Ab Herbst 2020 soll der vollelektrische Peugeot Expert erhältlich sein.
(Bild: Peugeot)

Hersteller leichter Nutzfahrzeuge setzen vor allem darauf, elektrische Antriebe in bestehende Modellreihen zu integrieren. So auch Peugeot mit dem Expert. Wie der französische Fahrzeugbauer verkündet, soll der Transporter ab Herbst als vollelektrische Variante erhältlich sein. Bis Ende 2020 will das Unternehmen für seine gesamte Nutzfahrzeugpalette elektrische Varianten anbieten.

Fahrer des elektrischen Transporters können zwischen drei Fahrmodi wählen:

  • Eco (60 kW, 190 Nm): für autonomes Fahren.
  • Normal (80 kW, 210 Nm): für den alltäglichen Gebrauch inner- und außerhalb der Stadt.
  • Power (100 kW, 260 Nm): optimiert die Leistung beim Transport schwerer Lasten.

Zusätzlich stehen zwei Bremsmodi zur Verfügung, mit denen sich die Batterie unterschiedlich rekuperieren lässt. Im „mäßigen“ Modus ähnelt das Bremsen dem eines Verbrenners, während im „erweiterten“ Modus eine erhöhte Verzögerung beim Loslassen des Gaspedals erfolgt.

Um- und Ausbauten möglich

Wie Peugeot erklärt, wird der eExpert auch in der Kompaktversion erhältlich sein und sich für branchenspezifische Umbauten, beispielsweise für Floristen oder Elektriker, eignen. Aber auch Kühlzellen oder Bordgondeln sollen insbesondere aufgrund der Konstruktion des Kabinenbodens verwirklicht werden können.

Der E-Transporter soll wie der Verbrenner als Kastenwagen in drei Längen erhältlich sein: Kompakt (L1) mit 4,60 Metern, Standard (L2) mit 4,95 Metern und Lang (L3) mit 5,30 Metern. Kunden können wählen, ob sie feste oder umklappbare fünf oder sechs Sitze bei den Standard- oder Langversionen möchten. Zudem gibt es für Umbauten den eExpert in der Standardversion mit Einheitsboden.

Auch die Nutzlast des eExpert ist laut dem französischen Hersteller mit der der Verbrennervariante identisch. Sie sei speziell an den elektrischen Motor angepasst worden und beträgt laut Peugeot je nach gewählter Länge und optionaler Modulwork-Sitzbank bis zu 1.275 Kilogramm.

Je nach Nutzungsprofil gibt es den E-Transporter in den Ausstattungsvarianten Pro und Premuim. Für Langstreckenfahrer ist die Version „Asphalt“ gedacht. Wer sich vor allem auf schwierigem Untergrund fortbewegt, sollte sich für die Variante „Grip“ entscheiden.

Zwei Batterien

Der Antrieb des E-Transporters basiert auf der modularen EMP (Efficient Modular Platform) des Konzern und verfügt über eine maximale Leistung von 100kW und einem maximalen Drehmoment von 260 Nm. Im Power-Modus soll eine Höchstgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern erreicht werden können.

Erstmals bietet Peugeot zwei Batteriekapazitäten zur Wahl an. Kunden können sich bei den Lithium-Ionen-Batterien zwischen einer Kapazität von 50 kWh oder 75 kWh entscheiden.

Der Transporter ist in allen drei Längenvarianten (L1, L2 und L3) serienmäßig mit der Batterie mit 50 kWh ausgestattet und schafft laut Hersteller eine Reichweite von bis zu 230 Kilometern gemäß WLTP1. Die Versionen L2 und L3 können optional mit der größeren 75-kWh-Batterie bestellt werden. Die Reichweite erhöht sich damit auf bis zu 330 Kilometer nach WLTP1.

Die Wärmeregulierung der Batterie ist an den Wärmeübertragungskreis des Fahrgastraums angeschlossen. Damit soll der Ladevorgang optimiert werden und so für eine größere Reichweite sowie eine längere Lebensdauer sorgen.

(ID:46601501)