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Automechanika Erfolgreicher Online-Messeauftakt

| Autor: Doris Pfaff

Eigentlich hätte vergangene Woche die Automechanika 2020 stattfinden sollen. Als Ersatz für die auf 2021 verschobene Automesse bietet der Veranstalter eine Reihe von Onlineveranstaltungen. Den Auftakt machte der Schadentalk mit rund 8.000 Teilnehmern. Weitere Workshops für Werkstätten finden in den nächsten Wochen statt.

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Der Schadentalk fand trotz abgesagter Automechanika 2020 als Livestream statt und wurde aus der Gläsernen Manufaktur in Dresden übertragen.
Der Schadentalk fand trotz abgesagter Automechanika 2020 als Livestream statt und wurde aus der Gläsernen Manufaktur in Dresden übertragen.
(Bild: Automechanika Frankfurt)

Mit dem Schadentalk startete die Automechanika als Ersatz für die aufs nächste Jahr verschobene Automesse unter dem Titel „Sneak Preview Automechanika“ ihre erste digitale Veranstaltungsreihe. Das Interesse an der Onlineausgabe war groß: Rund 8.000 Teilnehmer, mehr als zur Automechanika Frankfurt 2018, verfolgten laut dem Veranstalter die kontroverse Diskussion über das Internet. Gesendet wurde die Veranstaltung als Livestream aus der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen in Dresden.

Im Mittelpunkt des Schadentalks standen die Folgen der Pandemie für den Unfallschadenmarkt. Es diskutierten Kfz-Versicherer, Schadensteuerer, Lackhersteller, Verbände, Experten und Betriebsinhaber öffentlich über die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Branche. Nahezu einig waren sich die Teilnehmer, dass der Schadenmarkt in diesem Jahr voraussichtlich um bis zu 20 Prozent schrumpfen wird.

Allerdings hatten Schadenmanager und Kfz Betriebe unterschiedliche Standpunkte bei Themen wie Stundensätze, Zusammenarbeit oder auch Digitalisierung. Moderiert wurde die Sendung von den Chefredakteuren Christian Simmert („schaden.news“) und Konrad Wenz (»F+K«). Der Schadentalk wurde aufgezeichnet und ist auf der Website des Veranstalters abrufbar.

Weitere digitale Angebote bis Ende November

Es sind noch weitere Onlineveranstaltungen geplant. Bis einschließlich November 2020 bietet der Veranstalter ein breites Themenspektrum von Live-Workshops, Online-Coachings und Videotutorials, das sich insbesondere an Inhaber und Mitarbeiter von Werkstätten richtet.

  • Beim Live-Coaching „Online Marketing in der Werkstatt“ am Mittwoch, 16. September, geht es um die erfolgreiche Onlinedarstellung von Werkstätten. In dem 60-minütigen Workshop werden die sechs wichtigsten Erfolgsfaktoren für Unternehmen in der digitalen Welt vorgestellt.
  • Die rasche Verbesserung des Werkstattgeschäfts ist Thema beim Live-Coaching „Mehr Ertrag in der Werkstätte“ am Mittwoch, 23. September. Das Thema wird umfassend betrachtet: Erlebnissteigerung für Kunden, Ertragssteigerung mit bestehenden Ressourcen und Erschließung profitabler Wachstumschancen, Stammkundenmanagement und persönlicher Kundenkontakt in Zeiten wachsender Digitalisierung.
  • „Wie mache ich meine Werkstatt fit für die Zukunft?“ Antworten darauf geben Experten am Dienstag, 6. Oktober, sowie Praxistipps zur Zukunftsausrichtung von Werkstätten; u. a. geht es dabei um die Kennzahlen, das Thema Investitionsbedarf und Positionierung sowie One-Stop-Partner.
  • Sehr praxisnah ist der Live-Workshop „Karosserie-Außenausbeulen (Aluminium und Stahl)“ am Freitag, 9. Oktober: Hier werden u. a. Werkzeuge für das Außenausbeulen vorgestellt sowie die Vorgehensweise bei Stahl- und Aluminiumblech erläutert, die Behandlung doppelwandiger Reparaturstellen sowie das Vorbereiten von Reparaturstellen mittels Kleben oder Aufschweißen. Außerdem geht es um Themen wie Rückformen vordefinierter Beschädigungen, Oberflächenfinish und Qualitätssicherung.
  • Der Live-Workshop „Radar- und kamerabasierte Fahrerassistenzsysteme (FAS) von Lkw und Bussen in der Werkstattpraxis“ findet am Montag, 19. Oktober, statt. Beantwortet wird unter anderem die Frage: „Warum müssen radar- und kamerabasierte Fahrerassistenzsysteme (FAS) von Lkw und Bussen justiert und kalibriert werden?“ Weitere Themen sind u .a. statisches oder dynamisches Kalibrieren, das Aufbauen und Vorbereiten des optischen Prüfequipments, mechanisches und elektronisches Justieren der Sensoren und der fachgerechte Abschluss des Kalibriervorgangs mit dem Diagnosetester.
  • Mit „Reparatur-Lackierung und Finish“ beschäftigt sich der Live-Workshop am Mittwoch, 21. Oktober. Es geht dabei unter anderem um Spot Repair und Steinschlagreparatur, Schadenbeurteilung, das effizienteste Reparaturverfahren sowie Finishing/Polieren.
  • Am Donnerstag, 5. November, bietet der Workshop „Einblick in die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie am Beispiel eines Toyota Mirai“. Neben einer Einführung in die Brennstoffzellentechnologie geht es um Themen wie das Bedienen von Fahrzeugen und den zugehörigen Einrichtungen, die Erkennungsmerkmale von Hochvolt- und Brennstoffzellenfahrzeugen, die elektrischen Gefährdungen und Schutzmaßnahmen sowie die Lage und Kennzeichnung der Hochvolt- bzw. Wasserstoff-Komponenten im und am Fahrzeug.

Weitere Informationen, auch zur Anmeldung, gibt es auf der Website des Veranstalters.

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Über den Autor

 Doris Pfaff

Doris Pfaff

Redakteurin bei »kfz-betrieb«, Ressort Verbände & Politik