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Knaus Tabbert Hin zur E-Mobilität

| Redakteur: Marion Fuchs

Mehr als 26000 verkaufte Reisemobile und zahlreiche Auszeichnungen prägen das Jahr 2019 für den Jandelssbrunner Hersteller von Freizeitmobilen.

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Knaus Tabbert sieht sich als Innovationstreiber der Branche.
Knaus Tabbert sieht sich als Innovationstreiber der Branche.
(Bild: Knaus Tabbert)

Bei Knaus Tabbert rollten 2019 nach Unternehmensangaben über 26.000 Reisemobile, Caravans und CUVs (Caravaning Utility Vehicles) von den Bändern. Außerdem erhielt das Unternehmen den European Innovation Award sowie verschiedene Platzierungen beim Caravan und Reisemobil-Wettbewerb des Jahres 2020, die auf der CMT verliehen wurden.

Als Schlüssel zum Erfolg sieht der Caravanproduzent moderne Technologien, wie sie auch im Pkw-Bereich eingesetzt werden. So wie beispielsweise das 48-Volt-Bordnetz-System, das das Unternehmen zusammen mit Bosch Engineering für Wohnwagen entwickelt. 48V-Netze gelten im Pkw-Bereich als Zukunftstechnologie für Elektromobilität, autonomes Fahren und niedrige Emissionen. Mit 48V-Bordspannung bleiben Camper länger autark, ohne Abstriche beim gewohnten Komfort machen zu müssen.

Elektrisch mobil

Knaus Tabbert ist nach eigenen Angaben dabei E-Mobilität für Reisemobile zu etablieren. Das System umfasst beispielsweise eine elektrifizierte Achse, eine moderne Sensorik sowie Lithium‐Ionen‐Akkus von Bosch. Es kann unabhängig vom Zugfahrzeug elektrische Energie erzeugen, denn durch den Generatorbetrieb der 48 Volt E‐Maschine von Bosch lassen sich die Akkus während der Fahrt sowie durch Rekuperation (Energierückgewinnung) beim Bremsen laden. Die gespeicherte Energie wird anschließend für die Verbraucher im Innern des Wohnwagens genutzt oder kann in Antriebskraft umgewandelt werden. Bis zu acht stationär verbaute 48 Volt Lithium‐Ionen‐Akkus sorgen für maximale Flexibilität. Außerdem ist das System um portable 48-Volt-Akkus erweiterbar. Diese können im Wohnwagen oder zu Hause über eine Steckdose aufgeladen werden. Eine Rangierfunktion stuert per App den Wohnwagen zum gewünschten Abstellplatz. Eine Connectivity-Unit ist die Basis für digitale Services wie beispielsweise die Regelung der Rekuperations‐Einstellungen, die sich über ein mobiles Endgerät während der Fahrt variieren lassen.

Zusatzausstattung

Im Modelljahr 2020 werden alle Reisemobile und CUVs serienmäßig mit Ladebooster ausgerüstet. Außerdem wird serienmäßig ein BWT-Wasserfilter-System (Best Water Technology) verbaut, das stets für sauberes Wasser an Bord sorgt. Für ältere Modelle wird einen Nachrüstsatz angeboten.

Auf Wunsch ist der Heckträger e.hit mit Doppelschwenkarm für Fahrräder und passende Transportboxen sowie integrierter Anhängerkupplung erhältlich. Er schwenkt auf Knopfdruck binnen 25 Sekunden automatisch unter dem Stoßfänger hervor.

Die Liste der Innovationen lässt sich erweitern: etwa um die Voll-LED-Scheinwerfer oder die Knaus Cateye Evolution‐Rückleuchten bestimmter Modelle, moderne Schlüssel mit sicherem Innenbahnschließsystem für Aufbautür und Serviceklappen oder den praktischen optionalen Gasflaschen-Auszug. Die Weinsberg-Modelle CaraCompact sowie das Sondermodell Edition [Pepper] haben ab Modelljahr 2020 eine neue Dachhaube aus faserverstärktem Polyurethan mit integrierter Isolation. Gleichzeitig trägt der sogenannte „bionische Leichtbau„ bei Wohnwagen-Chassis dazu bei, dass der Kraftstoffverbrauch der Zugfahrzeuge sinkt. Der Tabbert Cellini kann auf Wunsch mit Sprachsteuerung für verschiedenste Funktionen bestellt werden. Alle Knaus‐ und Weinsberg‐Reisemobile können an bundesweit 29 MAN‐Servicestandorten gewartet, betreut und repariert werden.

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