Renault Trucks Ladung mit Sonnenenergie kühlen

Autor: Dr. Holger Schweitzer

Nachhaltig und leise: Ein elektrischer Renault Truck, dessen Laderaum mit Strom von einer eigenen Photovoltaikanlage gekühlt wird, beliefert künftig Schweizer Denner-Supermärkte.

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Das Kühlsystem des Lkw-Laderaums wird mit Strom von der Photovoltaikanlage auf dem Dach des Fahrzeugs versorgt.
Das Kühlsystem des Lkw-Laderaums wird mit Strom von der Photovoltaikanlage auf dem Dach des Fahrzeugs versorgt.
(Bild: Renault Trucks)

Will man emissionsfrei und geräuschlos Supermärkte in Innenstädten mit Lebensmittel beliefern, reicht es nicht, elektrisch angetriebene Lkws zu verwenden. Denn neben dem Zugfahrzeug muss auch die Kühlanlage der Laderäume mit Strom versorgt werden – und das erfolgt nach wie vor fast ausschließlich über Dieselaggregate.

Wie temperaturempfindliche Ladung auch ohne Emissionen und geräuscharm kühlt bleiben kann, zeigt ein Pilotprojekt von Renault Trucks und dem Transportunternehmen Rhyner Logistik. Die beiden Unternehmen haben den Kühltrailer eines vollelektrischen Renault Trucks D-Wide-Z.E. mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. So wird die Kühlanlage vom Dach aus mit Strom versorgt. Wie der französische Nutzfahrzeughersteller informiert, werde damit das Kühlkonzept an die Anforderungen des temperaturgeführten Transports angepasst: Denn vor allem wenn die Außentemperatur durch Sonneneinstrahlung höher ist, müsse der Laderaum stärker gekühlt werden.

Ein 26-Tonnen schwerer Renault D Wide Z.E. ergänzt die 100 Lkw starke Flotte des Schweizer Transportunternehmens Rhyner Logistik.
Ein 26-Tonnen schwerer Renault D Wide Z.E. ergänzt die 100 Lkw starke Flotte des Schweizer Transportunternehmens Rhyner Logistik.
(Bild: Renault Trucks)

Das nachhaltige Zuggespann beliefert künftig Schweizer Denner-Supermärkte in der Stadt sowie im Großraum Zürich. Das Laden des E-Trucks erfolgt über eine Schnellladestation im Lager. So lässt sich der Lkw während des Beladens mit der Ware aufladen. Laut Renault erzielt die durch die beim Bremsen erzeugte Rekuperation einen zusätzlichen Energiegewinn von 20 bis 30 Prozent.

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Redakteur, Ressort Technik, Vogel Communications Group GmbH & Co. KG