Kia-Rückruf Mangelhafte Batterieüberwachung

Von Niko Ganzer 1 min Lesedauer

Ein Defekt im Batteriemanagementsystem kann nach Verlassen des Fahrzeugs zu Bränden führen. Kia holt weltweit rund 14.000 Einheiten des elektrischen Niro für ein Softwareupdate in die Vertragsbetriebe.

Einige E-Niro-Baujahre müssen sich ein Pflicht-Update bei den Partnerwerkstätten abholen.(Bild:  Kia)
Einige E-Niro-Baujahre müssen sich ein Pflicht-Update bei den Partnerwerkstätten abholen.
(Bild: Kia)

Weil das Batteriemanagementsystem unter bestimmten Betriebsbedingungen die Überwachung der Hochvoltbatterie einschränken kann, hat Kia eine Rückrufaktion für die Elektro-Variante des Niro begonnen. Die normale Kontrolle der Batteriezustände sei beeinträchtigt, wodurch ein erhöhtes Brandrisiko bestehe, bestätigte eine Sprecherin der Deutschlandzentrale auf Anfrage.

Die technische Ursache liegt in einer unzureichenden Überwachungslogik des Batteriemanagementsystems. „Dies kann zu einer Überhitzung der Batteriezellen führen und das Brandrisiko erhöhen, während das Fahrzeug geparkt ist oder aufgeladen wird“, so die Sprecherin. Weltweit seien 14.117 Fahrzeuge betroffen, davon 11.331 in Europa und 1.791 in Deutschland. Sie hatten zwischen 19. Mai 2020 und 18. März 2022 Geburtstag.

Die Abhilfemaßnahme besteht in einer Softwareaktualisierung des Batteriemanagementsystems. Dadurch soll die Überwachung der HV-Batterie unter allen Betriebsbedingungen uneingeschränkt funktionieren. Sollten bereits Schäden am Energiespeicher festgestellt werden, wird die Batteriebaugruppe ausgetauscht. Das Update ist nur im Vertragsbetrieb möglich und dauert den Angaben zufolge eine halbe Stunde. Muss die HV-Batterie getauscht werden, sind es sechs Stunden.

Der Rückruf wird durch das Kraftfahrt-Bundesamt überwacht. Der Hersteller führt die Maßnahme unter dem Aktionscode „261261“ durch. Die Muttermarke Hyundai hatte bereits die Stromer Kona und Ioniq aus gleichem Grund zurückgerufen. Alle drei Modelle liefen in Korea vom Band.

(ID:50917776)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung