EVELS Karosserie- und Fahrzeugbau Mobile Rampe für Skater

Von Von Konrad Wenz

Zuerst gab es die Idee, das Skaten mittels eines Minirampenanhängers in die Schulen zu bringen. Das Münsteraner Unternehmen Evels setzte die Idee um – es entstand eine mobile Skate-Rampe.

Anfang November konnte Skate-Aid die mobile Rampe von Evels übernehmen: (v. l.) Alexander und Claus Evels von Evels Fahrzeug- und Karosseriebau sowie Titus Dittmann, Tobias Egelkamp und Daniel Guss von der Organisation Skate-Aid.
Anfang November konnte Skate-Aid die mobile Rampe von Evels übernehmen: (v. l.) Alexander und Claus Evels von Evels Fahrzeug- und Karosseriebau sowie Titus Dittmann, Tobias Egelkamp und Daniel Guss von der Organisation Skate-Aid.
(Bild: Wenz - »F+K«)

Titus Dittmann ist in der Skaterszene bestens bekannt – der Unternehmer gilt sogar als Vater der deutschen Skateboard-Szene. Sein Unternehmen Titus ist europäischer Marktführer im Einzelhandel mit Skateboards. Bereits 1980 eröffnete Dittmann den ersten deutschen Outdoor-Skatepark. Skaten ist seine Leidenschaft – und die will er an die Jugend weitergeben.

Im Jahr 2009 gründete Dittmann die Organisation Skate-Aid, um junge Menschen im Rahmen der Jugendhilfe zu fördern. Das Skaten soll den Kindern bei der Persönlichkeitsfindung helfen und dabei, selbst Verantwortung für sich zu übernehmen. „Irgendwann haben wir aber gemerkt, dass wir die Kinder besser erreichen können, wenn sie nicht zu uns in den Skatepark kommen müssen“, erzählt Dittmann. Dies war die Geburtsstunde der Idee einer mobilen Rampe.

Mit dieser Idee ging Dittmann zu Evels Karosserie- und Fahrzeugbau in Münster. Der Betrieb baute ihm eine Rampe auf einen Anhänger. Damit konnte Skate-Aid das Skaten in die Schulen bringen. Die Skateboards und die Schutzausrüstung bringt die Organisation im Rahmen der Aktion „Skatepark in the Box“ in der entsprechenden Menge für die Schulklassen nicht nur mit, sondern überlässt diese Utensilien auch den Schulen.

Diese Aktionen kamen bei Schulen und Schülern sehr gut an, und zwar so gut, dass eine mobile Rampe meist nicht ausreichte – eine zweite sollte her.

Und wieder ging Dittmann zum Karosseriebaubetrieb Evels. Allerdings wollte er keine schlichte Kopie des ersten Anhängers. Sein Wunsch: Die Kinder sollten auch bei Regen skaten können.

Für Evels bedeutete dies, die mobile Rampe mit einem Dach auszustatten. Das Problem dabei war die zum Skaten notwendige Höhe. Alexander Evels, der Sohn von Mitinhaber Willi Evels, löste das Problem mittels eines Hubdaches, das über zwei Seilwinden nach oben gezogen und wieder abgesenkt werden kann. Alexander Evels nutzte als Basis ein zweiachsiges Anhängerfahrgestell mit Drehschemel. Es kann eine 7 Meter lange und 2,5 Meter breite Skate-Rampe aufnehmen. Die Seitenwände sind aufklapp- und begehbar und verbreitern die Übungsfläche. Das Dach lässt sich soweit anheben, dass am höchsten Rampenpunkt noch eine Stehhöhe von
2,1 Metern erreicht wird. Alexander Evels war nicht nur für die Konzeption des Anhängers verantwortlich, sondern baute ihn auch zum größten Teil selbst.  n

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