Fahrzeugbau im Norden Nutz- und Sonderfahrzeugbauer trafen sich in Hamburg

Redakteur: Dr. Holger Schweitzer

Zum ersten Mal trafen sich Fahrzeugbauer aus dem Norden Deutschlands zu einem gemeinsamen Austausch Mitte Oktober in Hamburg. Im Vordergrund standen Informationen rund um den Nutz- und Sonderfahrzeugbau und der Austausch zu aktuellen Themen und Projekten.

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Gastgeber Professor Dirk Adamski der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg begrüßt die Teilnehmer zum ersten Expertenforum Fahrzeugbau im Norden
Gastgeber Professor Dirk Adamski der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg begrüßt die Teilnehmer zum ersten Expertenforum Fahrzeugbau im Norden
(Bild: Schweitzer)

Zum ersten Expertenforum Fahrzeugbau im Norden hat das Department Fahrzeugtechnik und Flugzeugbau der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg gemeinsam mit dem Förderkreis Wagenbauschule, eingeladen. Die Veranstaltung, die im Oktober an der HAW stattfand, sollte den Teilnehmern die Gelegenheit bieten sich untereinander und mit der Hochschule über Ideen und Projekte im Themenbereich Nutz- und Sonderfahrzeuge auszutauschen, erklärte Professor Dr. Adamski, Organisator des Expertenforums.

Die Teilnehmer konnten sich mit einer Reihe von thematisch breit gefächerten Vorträgen zu verschiedensten Aspekten des Nutz- und Sonderfahrzeugbaus informieren.

Gerett Kalkoffen, Geschäftsführer von CarbonTT aus Stade, präsentierte beispielsweise neue Chassis-Konstruktionen in Carbon-Bauweise. Die Vorteile bei der Verwendung von Carbonfasern liegen vor allem in der deutlichen Gewichtsreduzierung ohne auf wichtige Materialeigenschaften verzichten zu müssen. „Durch die Verwendung von CFK und Veränderungen am Aufbau können wir die Nutzlast, um bis zu 40 Prozent und damit auch die Wirtschaftlichkeit der Fahrzeuge, steigern", erklärte Gerret Kalkoffen.

Der Aspekt Leichtbau bei Aufbauten wurde ebenfalls von Professor Peter Seyfried der HAW betrachtet. Nach seinen Untersuchungen gibt es derzeit außer Carbon keine sinnvollen Alternativen zu Stahl wenn es um erforderliche Materialeigenschaften geht. Er vertrat die Ansicht, dass das größte Potential im Leichtbau mit Stahl im Formenleichtbau liege, also darin die Struktur der Geometrie zu verbessern. So könnten bis zu 10 Prozent des Gewichts eingespart werden.

Weitere Vorträge diskutierten die Voraussetzungen für Typgenehmigungen, Möglichkeiten für Betriebe KMU-Fördermittel zu beantragen sowie CAD Konstruktionsmethoden und die aktuellen Herausforderungen an mittelständische Fahrzeugbauer.

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