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Nutzfahrzeugmarkt Nutzfahrzeugbörse profitiert von Nachfrage-Boom

Autor: Andreas Grimm

Gebrauchte Nutzfahrzeuge sind trotz der Corona-Krise ein gefragtes Gut. Das zeigen die offiziellen Besitzumschreibungen ebenso wie die Entwicklung der Spezialbörse Tradus. Die konnte die Zahl ihrer User kräftig erhöhen.

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Das Geschäft mit gebrauchten Nutzfahrzeugen boomt, das zeigen auch die Zugriffszahlen der spezialisierten Plattform Tradus.
Das Geschäft mit gebrauchten Nutzfahrzeugen boomt, das zeigen auch die Zugriffszahlen der spezialisierten Plattform Tradus.
(Foto: Daimler)

Die 2017 gestartete Nutzfahrzeug-Plattform Tradus sieht sich in Deutschland weiter im Aufwind. Die Zahl der Nutzer habe sich hierzulande binnen eines Jahres vervierfacht, heißt es von dem Betreiber des spezialisierten Gebrauchtfahrzeug-Marktplatzes mit Sitz in Amsterdam. Konkret wurden von Januar bis August 2020 hierzulande 325.000 unique Visitors gezählt.

Dass die Nachfrage in Bereich gebrauchter Nutzfahrzeuge wächst, zeigt regelmäßig die Statistik der Besitzumschreibungen des Kraftfahrt-Bundesamts: Per Ende September waren die Lkw-Besitzumschreibungen trotzt der Corona-Krise 3,1 Prozent im Plus, bei den Zugmaschinen waren es sogar 4,4 Prozent.

Deutschland ist für Tradus inzwischen der bedeutendste Markt

Gemessen an den Nutzerzahlen ist Deutschland für Tradus inzwischen der bedeutendste Markt, knapp dahinter liegen die Niederlande. „Das liegt daran, dass Deutschland eine Exportnation ist und gezielt nach neuen digitalen Möglichkeiten beim internationalen Handel sucht. Das gilt auch für den Handel mit gebrauchten LKWs, Baggern oder Traktoren“, berichtet Nadja Sörgel, General Manager von Tradus.

Aktuell listet die Fahrzeugbörse weltweit rund 72.000 Angebote auf, davon etwa 15.000 in Deutschland. Gut die Hälfte (56 %) davon kommen hierzulande aus der Transport-Fahrzeuge-Sparte (Lkw, Transporter etc.). Global betrachtet ist dieser Anteil niedriger (40 %), da im Gesamtangebot von Tradus die landwirtschaftlichen Nutzfahrzeuge (26 %), die Baumaschinen (24 %) und Gabelstapler (9 %) stärker vertreten sind.

Generell ist Sörgel überzeugt, dass die Digitalisierung in den Branchen Bau, Landwirtschaft und Transport voranschreitet und sich der Nutzfahrzeughandel hierzulande „schnell an die neue Realität anpasst“. Vor allem für die Teilbereiche Baumaschinen und landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge sieht sie in Deutschland noch Entwicklungspotenzial.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«