Porsche Taycan Pads statt Stopfen

Redakteur: Dr. Holger Schweitzer

Porsche verschließt an der Karosserie die Löcher für den Korrosionsschutz künftig mit Klebepads anstatt wie bisher mit Kunststoff-Stopfen. Die standardisierten Pads passen auf alle Lochtypen und sollen ein Autoleben lang halten.

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Roboter verschließen beim Taycan künftig die Löcher für die Hohlraumversiegelung der Karosserie mit Klebepads .
Roboter verschließen beim Taycan künftig die Löcher für die Hohlraumversiegelung der Karosserie mit Klebepads .
(Bild: Porsche)

Bis zu 3.600 Löcher verschlossen Porsche-Mitarbeiter pro Schicht bislang an den Karosserien der Taycan-Modelle, nachdem diese mit dem Korrosionsschutz versehen worden waren. Die Arbeiter drückten dafür Kunststoff-Stopfen über Kopf in die Löcher, um die Öffnungen zu versiegeln. Da die Karosserie vier Lochtypen aufweist, waren jeweils dazu passende Stopfen erforderlich. Im Zuffenhausener Werk gehört diese Arbeitsweise nun der Vergangenheit an. Fortan pressen Roboter standardisierte Klebepads über die Löcher.

Wie der Stuttgarter Hersteller informiert, wurden bereits im Juli 2020 mehr als zwei Drittel der 150 Stopfen in der Taycan-Lackiererei abgeschafft. Bis zum Sommer 2021 will das Unternehmen auch die Prozesse in der Lackiererei in Leipzig umstellen.

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Die speziellen Klebepads liefert der Hersteller von Klebeprodukten Tesa. Die Klebepads zeichnen sich dadurch aus, dass sie nach dem Aufbringen nur durch viel Aufwand wieder entfernt werden können, erklärt Dirk Pfaffe, Leiter Planung Lackierereiprozesse bei Porsche. Sie seien eine dauerhafte Lösung. So hielten sie auch den Belastungen der Fahrzeugbewegungen stand und sollten ein Fahrzeugleben lang halten. Ein weiterer Unterschied zu den bislang verwendeten Stopfen: Die Pads tragen lediglich einen Millimeter hoch auf. Die Stopfen ragten bis zu sechs Millimeter hervor.

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